4 - Tage Radblock ins Dreiländereck
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Tag 1: Bergzeitfahren
Der Vier-Tage-Radblock startet mit dem Bergzeitfahren am Donnerstag Abend. Mit meinem neuem Airstreeem Rennrad wuchsen mir schier Flügel und so fuhr ich die 6,5km Strecke (250 Höhenmeter) in einem 32er Schnitt hoch - kam mit Streckenrekord und Gesamtsieg oben an - Wow - hätte das nie gedacht. Aber das neue Rad ist derart direkt, es zieht einen förmlich hoch! Zum ausradeln war dann keine Zeit mehr, die Auswertung und Siegerehrung musste gemacht werden - aber dazu war ja dann am nächsten Tag genug Zeit:
Tag 2 - Anreise: Regenstauf - Telfs
In aller herrgotts Früh ging es los: Mit dem Radl rein nach Regensburg, dort traf ich mich mit "Wegbegleiter" Detlef alias Ironman (der Name daher weil er mich vor 8 Jahren zum Triathlonsport gebracht hat). Dann im Zweiergespann den direkten Weg gen Süden.
Beim kurzen Stopp in Bad Tölz war noch Optimismus in unseren Gesichtern! Weiter ging es vorbei am Walchensee Richtung Staatsgrenze.

Nach Mittenwald wurde es zäher und zäher. Mit schon etwas schwammigen Oberschenkeln verliesen wir die Bundesrepuplik. Die letzten paar Kilometer ging es durch Lörschach nach Telfs. Der abschliessende 14% Anstieg fühlte sich gar nicht mehr gut an, doch dann gings ja nur noch bergab direkt nach Telfs rein.

Dort ging aber dann erst mal die Sucherein nach einer passenden Unterkunft los. Doch mit etwas Glück wurden wir fündig und freuten uns endlich auf die Dusche. Meine Beine hatten es nötig: Ein ganzer Tag Fahrtwind und Strassenstaub schauen dann so aus:

Das Reisegepäck war nur spärlich :-) Nur mit kurzen Laufshorts und einen T-Shirt bekleidet gingen wir dann ins nahegelegene Restaurant - nat. barfuß, extra Schuhe hatten wir keine eingepackt. Bei einem gepflegten Weißbier liesen wir den Tag dann ausklingen. Recht viel mehr war aber dann nicht mehr los mit uns, die Beine fühlen sich teigig an - das einzige was jetzt noch hilft: Schlafen:

Tag 3 - Weiterreise: Telfs - Nauders
Nun gings weiter, immer am Inn entlang: Ötz - Imst - Landeck - Pfunds (Deflef zeigt dort hin) - und dann rauf nach Nauders. Die Beine trugen noch und das Wetter war auch super prächtig. Detlef meinte nach den ersten Pedalumdrehungen am Morgen: "Meine Beine fühlen sich jetzt nicht direkt schlecht an" - das setzen wir dann gleich um. Was heist mit 230 Watt Durschnittsleistung ging es am Inntal entlang nach Nauders hoch. Die letzten paar Kilometer wurden wir von Thomas und Franz empfangen bzw. begleitet. Eine super Sache - gemeinsam kamen wir dann im Almhof an! Ach ja, die hoteleigenen Saunalatschen prägten von nun an mein Fussbild:

Beeindruckt von der Natur auf knapp 1500m ü. N., den blühenden Wiesen, den schneebedeckten Bergen und kühl plätschernden Almbächen wollte ich das ganze zu Fuß "aufsaugen". So schnürte ich die Laufschuhe und machte mich auf dem Weg Richtung Italien (am Reschenpass weiter hoch). Die Grenze lies ich hinter mit und lief auf Italiens Boden weiter Richtung Reschensee. Dort war ich so überwältigt von den Eindrücken der Natur das ich fast vergass die ganze Strecke ja wieder zurücklaufen zu müssen... das ging dann schon zäh, klar!
Hier zu sehen: Der Reschensee in herrlicher Kulisse eingebetten vom Ortlermassiv. Der Ortler (höchster Berg Italiens) mit einer strahlend weissen Schneespitze - rechts davon führt das Stilfserjoch vorbei. Aber das steht erst morgen auf dem Plan!

Die Laufstrecke auf Italienischer Seite Abseits der Schnellstrasse zum Reschensee, ein Traum für die Sinne:

Abends war dann nicht mehr viel los. Beine hochlegen und hoffen das die Oberschenkel morgen wieder "gehen". Detlef testete derweilen wie man mit Einweg-Wärmekleidung die Abfahrt vom 2758m hohen Stilfserjoch ertragen könnte. Doch soviel schon mal vorneweg: Das Kissen wurde nicht mitgenommen. Detlef fuhr sogar ohne Windbreaker die Abfahrt nach St. Maria runter - hatte ja 10 Grad am Joch und über 30 im Tal...

Tag 4 - Passo dello Stelvio: Dreiländergiro
4.30Uhr Wecken und Frühstück - der Blick in die verschlafenen Gesichter schreibt Bände:
Doch Kaffee und Toast (wenn auch verbrannt...) weckten die Lebensgeister. Die Sonnenstrahlen am Morgen taten ihr Übriges. So konnten wie bei hochsommerlichen Temperaturen das Stilfserjoch in Angriff nehmen. Bei meiner letzten Auffahrt vor 8 Jahren war der Passübergang Wolkenverhangen, Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Heute sollte es genau Gegenteilig sein: Warm bis ganz oben hin, wenig Wind und eine atemberaubende Aussicht auf das Gletschermassiv des Ortlers!

Nach einen ausgiebigen Stopp in St. Maria (Schweiz) ging es dann weiter über den Ovenpass (Photo). Dort dann die lange Abfahrt runter ins Engadin. Wiederum herrlich! Dann gings am oberen Lauf des Inns entlang die 60km runter nach Martina. Hier konnte ich dem Gegenwind mit meinem Airstreeem TT so richtig trotzen und die Beine fliegen lassen. Es machte so richtig Spass dort runterzudrücken. So seh ich immer deutlicher: Das Rad und die Position passen ideal zu mir! Das Pässe hochfahren war aber etwas härter, mit 42-23 doch ne ganz schöne Presserei....

Das Airstreeem TT: Swim - Fly - Run

Am Ende kamen auch alle anderen gut und sicher (das ist ja am wichtigsten) am Ausgangspunkt an. Für das kommende Jahr ist dieser Trip sicher wieder eine Alternative zum Altagstraining (Detlef will das sogar noch auf ein paar weitere Tage und Pässe ausweiten). Also nicht nur an Detlef, auch an Franz, Thomas und Wolfi: Es hat riesen Spass gemacht mit Euch!

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