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sinnbildlich Einsam: Halbmarathon in Bad Füssing mit 1:14h beendet
Geschrieben von Ralf Preissl
sinnbildlich Einsam: Halbmarathon in Bad Füssing mit 1:14h beendet

Es war ein sehr einsames Rennen. Vom ersten bis zum letzten Meter alleine gelaufen. Die Spitzengruppe war einfach vom Start weg zu schnell für mich und hinter mir kam auch lange nichts. Schade, ein bisschen einen "Zug" hätte ich schon gebrauchen können um mein Ziel zu erreichen. Was war das Ziel? Wie schon seit längeren selbst aufgesetzt wollte ich diesen Halbmarathon zumindest im 3.30er Schnitt bewältigen. Was eine Endzeit von knapp unter 1.14h bedeutet hätte. Mit 1:14:25h und nem 3:31er Schnitt bin ich jetzt nicht so weit vom Ziel entfernt aber wenn man sieht was möglich gewesen wäre schwingt nach dem Rennen schon eine ganz kleine Enttäuschung mit. Aber der reihe nach:

Die allgemeine Performance Verbesserung war ja schon seit meiner Hawaii Qualifikation im Juli das Ziel. So verlief der August und September schon recht flott. Im Oktober dann noch ein paar flotte Einheiten unter der Hawaii Sonne und dann den Ironman noch als Abschluss - das waren die Voraussetzungen. Dann ein fokussierter Aufbau im November und Dezember mit nem 5k Race und nem 10k Race. Hier konnte ich meine gesetzten Ziele immer erreichen und blickte auf das nächste Teilziel, dem HM in Bad Füssing zuversichtlich hin. Der Januar verlief weiterhin sehr gut und der Wetterbericht sagt auch noch Top Bedingungen für das Bad Füssing Wochenende vorraus. Es war also perfekt angerichtet ;-) So passte alles bis auf das ich vom Start weg alleine laufen musste. Das stört Anfangs nicht recht, vor allem weil ich ja ein sehr gutes Tempogefühl hab. Trotzdem wäre es auch auf der ersten Hälfte nicht schlecht gewesen mal im Sog einer Gruppe entspannt laufen zu können. Permanent konzentrierte ich mich auf einen ökonomischen Laufstil und stellte mich erst einmal nur auf das Teilziel nach 11km ein. Denn die WK Strecke bestand aus zwei Runden, die ersten mit 11,1km - die zweite mit 10km. Das erste Teilziel konnte ich noch erreichen, mit knapp unter einem 3.30er Schnitt lief ich das erste mal durch Start/Ziel hindurch. Auf den letzten 10km hatte ich somit ein kleines Polster von ca. 30sec. was konkret bedeutete das ich mir 3.33min/km im Schnitt hätte leisten können. Das ging dann auch noch rel. lang gut. 3.32 hatte ich sogar auf diesem Abschnitt bis zur 17km Marke ... und dann verliesen sie ihn :-( 
Hier kam dann eine Passage mit merklichen Gegenwind. Um Gottes Willen, nix schlimmes aber wenn man am Limit ist bremst das aus. Mich bremste das gleich um 10sec. aus. Es wurde hart. Jede noch so kleine Richtungsänderung kostet eine schier unmögliche Kraft. Eine Unterführung, ein minimaler Anstieg .. fast im Stand ging es da rum. Ich frette mich durch und verliere tatsächlich 10sec. bei jedem Kilometer. In 1:14:25h komm ich dann rein. Und bin Glücklich, freudig es so ins Ziel gebracht zu haben. Enttäuscht nicht, nein - aber beim Rückblick auf die letzten Monate, auf die Härte im Training hätte ich mir echt selber gegönnt das dies etwas lockerer von der Hand geht bzw. mit ein klein bisschen Unterstützung in Form einer Gruppe vielleicht dann doch die ein oder andere Sekunde pro KM schneller.

So, genug analysiert. Mit stolzer Brust blick ich auf die Saison. Optimistisch und voller Tatendrang. The next step: Ironman 70.3 in St. Pölten. Klar, vorher der ein oder andere Vorbereitungswettkampf um noch ein bisschen Härte in die Beine zu bekommen.

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