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IRONMAN HAWAII - online Tagebuch
Geschrieben von Ralf Preissl

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Die Bilder findest Du hier in der Galerie

Wettkampfbilder Ironman Hawaii <hier> online

<hier zum Zieleinlauf Video> 

 

IRONMAN HAWAII - online Tagebuch

Hawaii

Über die letzten Vorbereitungen in "good old Germany", über die 9 pre race Tage auf Big Island, den Erlebnisurlaub dannach und vor allem über den Ironman selbst. Viel Spass beim Lesen 

Mahalo, Euer Ralf              -----> Gästebuch


24.10.09:

das Abenteuer ist vorbei

Nach nun fast dreieinhalb Wochen bin ich wieder da. Der Rückflug verlief reibungslos und der Jetlag ist weit geringer als beim Hinflug (den ich ja eigentlich die ganze Zeit über nicht verkraftet hab). Bei so vielen verschiedenen Sachen die ich jeden Tag erlebt hab brauche ich jetzt erst mal ein paar Wochen um all diese Eindrücke zu verareiten. Dazu ist ja jetzt Zeit: Ich bin deshalb auch froh das es kalt ist, die Luft wieder Kraft hat und ein sehr schöner Deutscher Herbst vor mir steht. Das diesige Regensburg Wetter, mit Laub auf den Strassen und Mützenpflicht beim rausgehen ist einfach meine Heimat - die ich echt vermisst hab. Hawaii - ich komme wieder, das war einer meiner besten Trips. Aber wegfahren ist nur schön wenn es einem Daheim auch gefällt!


22.10.09:

Abreise - zurueck nach Deutschland

Am Donnerstag Morgen checkten wir aus unserem Appartment aus, dann wieder Starbuckskoffee und bis Mittag noch mal an den Big Beach. Dieses Spiel mit den Wellen wollten wir unbedingt noch mal erleben. Doch Vormittags sind die Wellen nicht ganz so hoch und sogar ich kam fast mit jeder zurecht (da war es gestern Nachmittags teils noch fast unmoeglich ins Wasser zu gelangen). Dann machte sich Wehmut breit und die Abreise wurde mit dem Abgeben unseres Mietauto eingeleitet. Dann per Shuttle zum Flughafen und ab nach Deutschland. Nein aber so einfach geht das nicht, zuerst von Maui nach Los Angeles, dann nach Chicago, weiter nach Frankfurt und dann wenn alle Anschlussfluege klappen dann auch nach Munich!

Hawaii 2009

Einer der aufregensten Trips meines Lebens geht nun zu Ende - es wird noch lange dauern bis ich all die Eindruecke verarbeitt hab.

Ab kommender Woche werde ich Bilder online Stellen.


21.10.09:

Xterra Maui

Der letzte komplette Tag: Morgens machten wir einen kleinen Strandspaziergang, dann Frühstück im Starbucks und anschl. schauten wir mal zum Gelände der Xterra Weltmeisterschaft hin. Dieser Crosstriathlon findet am Wochenende hier auf Maui statt. Etwas spartanisch wirkte das ganze im Gegensatz zum Ironman. Nachdem wir das Hotel gefunden hatten mussten wir erst mal ne Weile suchen bis wir den Start/Ziel Bereicht auch fanden ;-) Im Laufschritt erkundeten wir dann die Laufstrecke. Diese führte über Lavafelder, mitten durch den tiefen Sand am Strand entlang und durch ein dicht bewachsenes Waldgebiet - im Wettkampftempo sicherlich eine schwere Strecke.

Hawaii 2009 

Hawaii 2009

Hawaii 2009
Gleich im Anschluss ging es aber an den Strand: Big Beach!! Und der machte seinen Namen alle Ehre: Ein weisser Sandstrand mit türkis-blauem Wasser und meter-hohen Wellen. Echt der Hammer, da sich weiter draussen keine Riffs befanden brachen diese erst wenige Meter vor dem Strand und so war es auch ziemlich schwierig überhaupt ins Wasser zu gehen. Stell Dir vor, Du gehts in die Brandung, stehst bis zu den Knien im Wasser und dann auf einmal staut sich so eine Monsterwelle auf 4-5m vor Dir auf und bricht zusammen. Nach ein paar Übungen und Durchwirbelungen (wobei man hier immer wieder an den Stand zurückgeworfen wird, wenn auch von ein paar Metern Höhe aus) lernte ich auch die richtig hohen per "Duck Dive" zu untertauchen und die nicht ganz so Gewaltigen mitzunehmen. Das war echt das absolute Highlight des heutigen Tages, also morgen wollen wir Vormittags gleich noch mal hin. Aber gegen Mittag müssen wir dann schon leider am Flughafen sein.... Wehmut tut sich auf, aber vielleicht komme ich ja irgendwann mal wieder.


20.10.09:

Das Haus der Sonne (Haleakala)

Der Sonnnenaufgang auf Mauis höchstem Berg, dem Haleakala soll was besonderes sein wie man sagt. Gut, also machten wir uns um kurz nach 4 Uhr morgens auf dem Weg. 3055m hoch ist dieser Vulkanberg und laut den Ureinwohnern wurde von einem Gott (Haleakala) in dem Vulkankrater oben die Sonne eingefangen. Somit gilt dies als das Haus der Sonne was wir auch um 6Uhr morgens nach unzähligen Serpentinenkurven erreichten. Nun mussten wir uns beeilen um noch die letzten Meter hochzugehen, denn um 6.18Uhr ist Sonnenaufgang. Der Anblick war diesesmal was ganz besonderes weil vom Osten her sich Wolken bis auf 3000m Höhe stauten.

Ironman Hawaii 2009 

Als dann die Sonne am Meereshorizont aufging erleuchtete sie auch die Wolkendecke von oben dunkelrot und schien durch die Wolkenfetzen bizarr hindurch. Sehr schlecht zu Erklären, aber Bilder vom Haus der Sonne sind kommendes Wochdenende online.
Nach einen Kaffee bei Starbucks ging es Nachmittags zum Bodysurfen an unseren Haussttrand und später noch zu einer kleiner Wandertour die Westseite hoch. Morgen ist unser letzter kompletter Tag und da wollen wir mal zum Gelände der Xterra Weltmeisterschaft vorschauen.


19.10.09:

Maui West

Heute stand der Westen von Maui auf dem Programm. Wandern im Nordwesten durch tiefe Schluchten und wie immer den Bachlauf folgend. Gegen Ende dann ein Wasserfall mit Bademoeglichkeit. Diesesmal waren wir ganz alleine, aber jetzt wusste ich ja das in den tiefen, dunklen Waldgewaessern keine Gefahren drohen und sprang gleich rein. Die Flora und Fauna ist hier aehnlich wie auf der Road to Hana (gestern). Diese Gebiete, wo sich die Passatwolken an den hohen Berghaengen ausregnen gehoeren zu den niederschlagsreichensten der Erde. Knapp hinter den Werten von Kauai liegt hier der Nord-Westen von Maui. Zur landschaftlichen Vorstellung: Hier wurden z. B. die Filme Jurassic Park bzw. King Kong gedreht. Faehrt man auf dem 30er Highway (ja wir haben auch diesen Teil der Insel komplett umrundet und sind auf holprigen Pisten ohne Versicherungsschuzt unterwegs...) dann nur ca. 15 Meilen weiter befindet man sich im Schatten der Passatwolken. Hier ist es dementsprechend Heiss und Niederschlagsfrei - Stand, Surfen, Sonne und Meer.

Hawaii 2009

Nachtrag: Oben ist ein Bild von der Spitze des Mauna Keas zu sehen - auf 4205m -, die Wolkendecke liegt auf ca. 3500m und hinten ist noch der Mauna Loa (4169m) zu sehen - einer der aktivsten Vulkane der Erde. Unter den Wolken, also zwischen den beiden 4000dern durch verlaeuft die Sattleroad.


18.10.09:

Auf nach Maui

Der letzte Tag auf Big Island war hektisch. Wir befanden uns ja auf der anderen Seite der Insel und unser Flieger ging schon um 11Uhr nach Maui. Nach einem kurzen Frühstück fuhren wir über die Sattle Road quer durch die Insel nach Süden. Oben bei knapp 2000m bemerkten wir das der Sprit zu neige geht und so rollten wir mehr oder weniger bis zum Flughafen Kona runter - mit ein bischen Nervenkitzel schafften wir es dann ohne Liegen zu bleiben bis zum Flughafen.
In Maui war der erste Tag dann nicht weniger entspannt. Mussten wir uns zuerst um unser Mietauto kümmern und dann damit eine Unterkunft suchen. Nachdem wir die halbe Insel abgesucht hatten befanden wir Kihei als den schönsten Platz, vor allem wegen der zentralen Lage und bekamen dort auch wieder mit viel Glück ein sehr billiges Appartment, direkt am Meer und mit grossem Garten.
Nach der ersten Nacht auf Maui gingen wir gleich das Unternehmen "Road to Hana" an. Dies ist eine Strasse an der Nordseite von Maui bis nach Hana. Hier ist aber nicht Hana der aufzusuchende Punkt sonder die Strasse selbst. Atemberaubend schlängelt sie sich auf 34 Meilen mit 619 Kuven (!!!) und 55 Brücken am Hang entlang. Links das Meer und rechts der Regenwald. Alle paar Meilen wurde angehalten und eine kleine Wandertour unternommen. Dann ging es immer in kleine Täler hinein, duch Bambuswälder, Farne und Palmen. Das Ziel am Ende des Tales war dann meist ein Wasserfall. Einer schöner als der andere. Einmal liesen wir es uns nicht nehmen und gingen in einen kleinen Wasserfallteich zum Schwimmen rein! Dazu brauchte ich etwas Mut um in dieses dunkle Wasser reinzuspringen, doch einmal drinnen fühlte man sich wie in einer Lagune im Garten Edens: Von oben kam Sunnendurchdlutet das Wasser aus ca. 10m dem Felsen herab und unten in der Lagune, von Palmen umgeben schwamm ich....

Ironman Hawaii 2009 


Dann ging es immer weiter dem Fischerdörfchen Hana entgegen: Dort hielten wir uns etwas auf und begaben uns an den schwarzen Lavastrand zum Bodysurfen in die Brandung (welche zwar hoch, aber noch gerade richtig war). Anschliessen ging es auf der Strasse weiter wieder auf der Südseite der Insel entlang - also die gesamt Insel umrundeten wir. Im Süden dann das krasse Gegenteil: Lavafelder, dürres Land, Hitze und ein sehr hefiter Wind lassen wir kaum Vegitation zu. Die Strasse war teils nur ein kleiner Feldweg am Meer entlang und in die Schluchten hinein.
So kamen wir wieder erst nach Sonnenuntergang in unserem Quartier an, genossen noch ein kühles Bier im Garten und planten für den nächsten Tag.


17.10.09:

Lava Flow: Neues Land wird geboren

Ein sehr aufregender Tag liegt hinter mir. Morgens begann der Tag mit dem Fuehstueck in der Kulaniapia Villa. Das Tageslicht hat es uns heute morgen gezeigt: Wir sind eingebettet in einen riesigen Makadamiahain. Die Kulaniapia Wasserfaelle liegen direkt hinter dem Haus, also zu kurz fuer unseren Morgenlauf. Diesen verlegten wir an Pferde- und Rinderweiden vorbei Abseits der Strasse immer Richtung Mauna Kea. Dann ging es erst mal zur Scenic Road nach Hilo runter mit kurzem Stopp beim botanischen Garten. Aber dies hatten wir ja schon gestern hautnah bei unserer Wanderung erlebt und so machten wir uns auf den Weg nach Volcano. An diesem Teil der Insel fanden bis 1974 die grossen Vulkanausbrueche statt. In den Besucherzentren konnten wir viele geschichtskundige Sachen erfahren. Dann war aber Schluss mit Theorie und wir machten uns auf dem Weg durch die Lavafelder und den angrenzenden Wald hindurch. Ca. 3h verbrachten wir auf diesem sehr schoenen Trail mit vielen tollen Aussichten in die Lavaschlote. So dann sputeten wir uns aber, denn noch vor Einbruch der Dunkelheit wollten wir zum aktiven Lavatrom gelangen und hierzu mussten wir noch ca. 40 Meilen fahren. Um kurz vor sechs trafen wir ein und gingen bis zur letzten Abgrenzung mitten durch das schon erstarrte Gestein hindurch. Mit genuegend Respektabstand konnte man in der Dunkelheit sehr gut sehen wir die Lava rot leuchtend den Hang hinunterfliesst und dann hellrot gluehend ins Meer stroemt - das nat. mit einer dementsprechend grossen Wasserdampfwolke verbunden. Ein einzigartiges Schauspiel: Hier wird Land geboren - genau jetzt. Ergriffen von diesem Anblick machten wir uns dann in voelliger Dunkelheit auf den Weg zurueck in unser Haus bei Hilo. Dabei sahen wir noch lange zurueck auf den vom Lavastrom roetlich gefaerbten Berghang des Mauna Loa - dem groessten Vulkan der Erde.

Ironman Hawaii 2009

Anmerkung: Der Mauna Loa ist mit 4169m nur wenige Meter niedriger als der Mauna Kea (4205), welcher schon seit 400 Jahren als inaktiv gilt. Momentan quillt aus einer Seitenflanke des Mauna Loa auf ca. 1000m ueber dem Meer sehr duennfluessige Magma heraus welche dann bis hinunter ins Meer fliesst. Jedoch ergeben genau Aufzeichnungen der Erdbewegungen des Gipfels des Mauna Keas das dieser seit 2003 permanent waechst. Dies deutet auf einen etwas groesseren Ausbruch vom Vulkanschlot an der Spitze hin und muesste lt. wissenschaftlichen Berechnungen die naechsten Jahre erfolgen.


16.10.09:

Waipio Tal und Hilo

Nach dem Fruehstueck checkten wir heute endgueltig in Kona aus und fuhren nach Waimea, dann weiter zum Waipio Tal. Das Auto parkten wir oben am Visitor Center und wanderten die 400 Hoehenmeter hinunter ins Tal. Durch einen fast schon dschungelaehnlichen Wald ging es dann zum Strand vor. Was uns erstaunte war das man im Wald 2 Autos sehen konnte die vom Zunami 1978 zurueckgelassen wurden. Voellig zusammengepresst und mittlerweile schon in den Urwald eingwachsen konnte man aber noch sehr gut die enorme Kraft des Zunamis erkennen. Am Stand angekommen mussten wir diesen erst komplett durchqueren und gelangten dann auf den einsamen Trike die Westseite hoch. Hier ist man komplett alleine - nur Wildniss. Ausserdem wird man oben angekommen von einem grandiosen Ausblick belohnt. Sobald ich wieder Zuhause bin stelle ich jede Menge Bilder online, vor allem auch die von der Wanderung. Beim Rueckweg kamen wir noch an einem Wasserfall vorbei was Landschaftlich eines der schoensten Eindruecke war. Nach 3h ging es dann wieder weiter nach Hilo (ok, vorher noch kurz Abwaschen in der Brandung, zum Baden waren die Wellen hier aber dort def. zu hoch). Auf dem Weg dorthin hielten wir bei den Attakafalls. Eingebettet in einen botanischen Garten kann man auf einen befestigen Weg direkt zum Wasserfall gelangen, gut 50m hoch stuerzt das Wasser hier in die Tiefe. Durch einen mindestens 10m hohen Bambuswald gelangten wir dann wieder zu unserem Jeep. Mittlerweile wurde es dunkel und wir irrten in Hilo rum um eine Unterkunft zu ergattern. Aber was soll ich sagen, mit viel Glueck und vielleicht auch Gottes Segen sitze ich nun hier. Hier in einer echten Villa mitten im Land, unweit von Hilo entfernt. Morgen vor dem Fruehstueck wollen wir zu den Kulaniapa Falls joggen, die sind angeblich nur 2 Meilen entfernt. Dann kommt ein Koch in die Villa und bekocht uns. Angeblich was wir wollen ... mal schaun ob der auch Weisswuerste, Brezen, Hefeweizzen und Haendlmaier Senf drauf hat ;-)

Ironman Hawaii 2009

Anmerkung: Hilo ist die Hautstadt von Big Island und liegt auf der gegenueberliegenden Seite von Kailua Kona (Ironman Ort). Dies ist auch die regenseite der Insel. Vom Norder her stauen sich die Wolken und regnen an den Haengen der 4000m Berge ab. Davon ist auch das Landschaftsbild gepraegt: Tropische Waelder, Wasserfaelle und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit!


15.10.09:

shark attack / cliff jumping / mauna kea (4205m)

Am Dienstag ging es mit Hannes zum Klippenspringen. Seit meinen Sprung in Barcelona hab ich mir eigentlich geschworen sowas nicht mehr zu machen - aber diesesmal mit den Fuessen vorraus machte ich das dann doch nochmal. Ohne lange zu ueberlegen (sonst haette ich kehrt gemacht) ging ich hin und sprang den 13m Abhang hinunter. War ganz schoen mit Nervenkitzel verbunden da man zuerst ueber einen Felsvorsprung rueberspringen musste um tatsaechlich im Wasser zu landen. Unten konnte man in eine Grotte reinschwimmen was durch den starken Wellengang ein schoenes Naturschauspiel war.

Hawaii 2009

Nachmittags ging es dann an einen einsamen Strand zu Baden. Eigentlich wollte ich etwas Bodysurfen doch erzaehlte uns ein Einheimischer das genau an diesem Strand vor 7 Jahren ein Schwimmer von einem Hai aufgefressen wurde (und zwar komplett verspeist!!). Also hielt ich mich mehr an Ufernaehe auf ;-) spaeter fand dann noch bei Hannes im Garten die Abschiedparty statt. Dort wurde gegrillt, von Erdinger gab es Bier on mass und die Hannes Jungs legten Musik auf. Schoener Ausklang des Tages und das obwohl ich mich als Fahrer erklaerte (Non Alkohol). Super - sollte ich wieder so was machen dann nur wieder mit Hannes!

Hawaii 2009

Gestern gingen wir vor dem Fruehstueck noch mal zum Schwimmen an den Pier, trafen dort Dagmar und Heiner noch ein letztes mal. Anschliessend fuhren wir mit unserem Jeep auf den hoechsten Berg des Pazifiks: Mit 4205m ist das der Mauna Kea - dieser ist ja der hoechste Berg der Erde da er sich vom Meeresspiegel nochmal knapp 6000m bis zum Meeresboden erstreckt - also in Summe knapp 10km hoch. Ein echter Riese. Ab dem Visitor Center (3000m) ist diese Strasse fuer Mietwagen gesperrt und man muss auf eigene Faust weiterfahren. Klar machten wir uns auf dem Weg die Schotterpiste entlang nach oben! Und dann, bei 4000m ueber dem Meer hatten wir hinten rechts einen Plattfuss. Und das bei 12% Steigung, einer nicht funktionierenden Handbremse und ohne Versicherungsschutz.... Der Wagenheber war zu klein und ausserem drohte das Auto zu kippen. Aber mit einer Menge Lavagestein als Unterlage und Reifenstopper brachten wir das auch hin. Das groesste Problem war aber die koerperliche Anstrengung auf dieser Hoehe. Sowol Sebastian als auch ich hatten ganz schoen mit Atemnot zu kaempfen. Oben Angekommen wanderten wir etwas rum - ging ja nur ganz langsam da man immer gleich ausser Atem war. Ein sehr mystischer Ort: Absolute Stille, sehr wenig Wind fuer diese Hohe und eine fast toetliche Sonnenstrahlung. Ausserdem Lavagestein soweit das Auge reicht. Die Wolkendecke auf ca. 3500m lag unter aus - fantastisch!


11.10.09:

the day after

Hawaii 2009

Da sich die Finishlineparty doch etwas gezogen hat war die Nacht nach dem Ironman recht kurz. Schlafen konnte ich aber auch mehr - zu viele Eindrücke gibt es zu verarbeiten. Mittags brachte ich dann mein Leihrad zurück (Bike Works) und ging noch mal Schwimmen. Um mich auch von der Unterwasserwelt am Pier zu verabschieden. Um halb sechs treffen wir uns mit Markus und Gerhard zur Awards Ceremony, nochmal ein ganz grosser Highlight beim Ironman auf Hawaii. Morgen wollen wir nach Vulcano fahren: Hier tritt an einer Seienflanke des Mauna Loa ständig Magma aus und fliest ins Meer. Dies ist einer der aktivsten Vulkane der Welt, und da ich eh ein grosser Fan von Natur (weniger von Kultur) bin freue ich mich darauf schon ganz besonders.
Ich versuche Euch die kommenden Tage auf Hawaii noch auf den Laufenden zu halten.


10.10.09: IRONMAN - the race

Rennbericht

<hier zu meinem Zieleinlauf Video>

Trailer Ironman Hawaii 2009

Raceday:

Den Wecker stellte ich auf 3:45Uhr, doch wenige Minuten vorher war ich bereits wach (so wie immer, meine innere Uhr ist meist ein paar Minuten früher dran). Frühstück im Hotel gab es bei uns ja erst ab halb 7 also aß ich etwas Hefezopf und ne Banane. Ausserdem trank ich 2 Flaschen Hypo wie von Caroline Rauscher empfohlen. Dann machten wir uns auf die Socken zum Bodymarking. Gut das unser Hotel so zentral lag, also nur die paar Meter zu Fuß ins King Kamahamaha Hotel vor und sich dort beschriften lassen. Mit übergrossen Stempeln wurde hier die Startnummer auf den Oberarm aufgebracht. Dort war ich einer der Ersten und dann auch einer der Ersten in der Wechselzone. Hier riet man uns möglichst viel Zeit einzuplanen da man einen offiziellen Helfer benötigt um in der Wechselzone zu dem eigenen Rad zu gelangen. Dieser passte dann (anscheinend) auf das man nichts Verbotenes (an anderen Rädern) unternimmt! Hier brachte ich meine eisgekühlten Radflaschen ans Rad und bemerkte dabei das ich mir über Nacht einen schleichenden Platten eingefangen hatte. Anscheinend bei meiner letzten Testfahrt gestern. Eine kleine Menge Restluft war ja noch im Pneu also beschloss ich auf gut 9 Bar aufzupumpen und mit Gottes Vertrauen ohne Schlauchwechel durchzukommen. Vorne weg: Ich kam ohne Radpanne durch.

Dann war es gerade mal 5Uhr und ich ging wieder zurück ins Hotel, hier genoss ich in Ruhe 2 Tassen Kaffee , aktivierte nochmals meine Rumpfmuskulatur und kremte mich mit 85 LSF ein. Auf der Sonnencreme von Banana Boat stand "extra Wasserresistent". Darauf wollte ich vertrauen und mich nach dem Schwimmen nicht mehr von den Helfern in der Wechselzone eincremen lassen (was sich später als Fehler herausstellte). Dann ab in die Wettkampfklamotten und um kurz nach 6Uhr vor zum Start – mittlerweile wurde es auch langsam hell.

kurz vor Start

Pünktlich um 6.45 Uhr nach dem Start der Profiathleten durften wir Agegrouper ins Wasser. Beim Reingehen über die Treppe am Pier wurden Sicherheitsnadeln verteilt, diese nahm ich an und befestigte nochmals zusätzlich meinen Timingchip am Fußgelenk. Zufällig stand ich neben Gerhard (Dobmeier), er ist schon seit 1987 dabei und hat schon einiges hier erlebt. Er gab mir den Tip wirklich ganz links außen zu starten, vorausgesetzt man will den Schlägereien auf der Schwimmstrecke (also nicht nur beim Start wie bei den "normalen" Ironmanrennen üblich) entgehen. Also rein ins Wasser und ab nach ganz links außen. Wir befanden uns schon außerhalb des offiziellen Schwimmbereiches. Dieser war mit einer Bojenschnur bis ca. 500m Richtung Wendepunkt abgetrennt. Somit konnten wir erst nach diesen 500m zur original Schwimmstrecke hin Schwimmen und mußten nat. einen dementsprechenden Umweg in Kauf nehmen. Was es aber aufgrund des wirklich ruhigen und angenehmen Schwimmens wert war. Aber zum Detail: Die letzten Sekunden vor dem Start sind hier genauso hektisch wie anderswo. Die Kampfrichter versuchten uns auf ihren Surfbrettern im Startbereich zurückzuhalten – aber die Menge "scharrte" und wollte nach vorne. Ich selbst befand mich in der ersten Reihe, was aber keine Kunst darstellte denn links und rechts neben mir befanden sich ja nur wenige Athleten – darunter auch Gerhard. Seit ich 2002 Triathlon betreibe stellte ich mir den Schwimmstart und das Wetter an diesem Tag vor: Die Sonne geht grad hinter dem Hulalai Berg auf, der Himmel ist wolkenlos, das Wasser warm, fast zu warm und kristalklar (mit Fischen unter den Füssen und die Sicht unter der Wasseroberfläche fast unendlich), die Luft windstill, der Pazifik wellenlos und ich erwarte einen der aufregendsten sportlichen Tage meines Lebens. Und genau so war es!!!! Nur von den Wellen hätte ich keine Angst haben müssen, denn im laufe der Wettkampfvorwoche stellte sich heraus das ich bei hohen Wellen besser Schwimme als die meisten anderen. Aber heute sollte die Wasseroberfläche glatt sein.

Schwimmstart IM Hawaii 2009

Dann der Startschuß: Ich Schwamm die ersten paar Hundert Meter gerade nach vorne, immer ganz alleine. Nur 1 – 2 weitere Athleten sah ich noch weiter links von mir. Dann versuchte ich mich mal zu orientieren und bemerkte die grosse Menschentraube ziemlich weit rechts von mir. Also schwamm ich etwas näher an das Feld heran, vermied aber Körperkontakt (der Pazifik ist ja in jede Richtung min. 3500km breit, was muß man sich da prügeln). Ab und zu orientierte ich mich nach vorne, konnte aber das Wendebojenboot nie erkennen. Irgendwann bemerkte ich eine ziemlich große rote Boje etwas weiter vorne, das war eine der Wendebojen. Diese umschwamm mich in rel. Großen Respektabstand, denn hier drängte sich das Feld wieder zusammen - was mit augenscheinlichem Gehaue verbunden war. Somit umschwamm ich die Boje ganz links außen, nur ein Schwimmer war noch weiter draußen als ich, später stellte sich heraus das es sich um Gerhard Dobmeier handelte und wir das ganze Rennen mehr oder weniger miteinander bestritten. Beim Blick auf die Uhr laß ich 37min. (und das bei nicht mal der Hälfte der Schwimmstrecke !!!!), lies mich aber nicht verunsichern denn ich fühlte mich ja prächtig und wußte ja schon von den letzten Tage das landige Strömung herrschte. Die zweite Wendeboje umschwamm ich ebenfalls mit rel. großen Abstand (es galt ja ein Rechteck zu Schwimmen) und dann ging es an den Rückweg. Wieder ganz links vom Feld schwamm ich zurück dem Pier entgegen. Hier stieg ich mit 1:06h aus dem Wasser, fühlte ich suuuper, energiegeladen und freute mich auf den Tag (Durchschnittspuls 129). Ein Gefühl fast so wie bei meinen ersten Ironman in Roth 2002.

Dann nahm ich meinen Wechselbeutel auf und rannte ins Wechselzelt (Umziehen ist in den USA nur hier erlaubt): Schwimmanzug aus – Radtrikot an und ab zum Radstellplatz laufen. Hier fühlten sich meine Beine (leider zum letzten mal) gut an und ich war bereit für den großen Tag.

Die ersten 10km der Radstrecke führten durch Kona hindurch, mit vielen Kurven, der Palani rauf und runter und einem Wendepunkt. Diesen Part plante ich sowieso als "einkurbel Teil" ein. Also easy anfangen, Rhythmus finden und den Körper Zeit geben sich auf die neue Disziplin einzustellen. Meine Handschuhe hatte ich am Rad befestigt und nutze diese Phase sie anzuziehen. Doch leider verspürte ich hier schon ein leichtes Ziehen unter der rechten Pobacke. Ein Indikator auf ein verschobenes ISG bzw. meiner Probleme mit der Lendenwirbelsäule. Doch darüber machte ich mir keinen Kopf, so früh im Rennen kann das schon wieder weggehen, vor allem wenn es dann im Laufe des Tages heisser wird. Und genau das war jetzt meine größte Sorge: Hatte ich den Vorderreifen zu sehr aufgepumpt? Gut 9 Bar bei noch dunkler Nacht!? Jetzt stand die Sonne am Himmel, der schwarze Asphalt erwärmte sich und die 9 Bar konnten dann leicht zu viel werden!?! So blieb ich am Wendepunkt in Kona stehen und überprüfte den Druck, lies etwas ab und kurbelte weiter. Außerdem beschloß ich an den Verpflegungsstationen meinen Vorderreifen mit Eiswasser zu kühlen. Und so ging es von Kona raus, über die Palani zum King Kamehameha Highway rauf und durch die Lavawürste nach Hawi. Schön langsam wurden die Schmerzen im hinteren Bereich größer und ich probierte durch Positionswechsel (Aeropos tief, Aeropos hoch, Oberlenkerpos) eine Lockerung herbeizuführen – was leider nicht gelang. Das fahren auf Flachpassagen verursachte die heftigsten Schmerzen und so war ich froh nach Weimea endlich den ca. 20 Meilen langen Ansteig Richtung Hawi in Angriff nehmen zu können. Leider ist das ja kein Richtiger Anstieg, nur ein "Zieher" und aufgrund des sehr, sehr heftigen Gegenwindes fährt man mit rel. geringer Geschwindigkeit (Gott sein Dank hatte ich keinen Tacho) – also eher eine Passage die man in Aeroposition nehmen sollte. Kurz nach dem Wendepunkt in Hawi gab es die Eigenverpflegung, diese wurde eigentlich gereicht doch meine war nicht da (wie bei Andreas Raelert). Doch aufgrund meiner mittlerweile recht heftigen Rückenschmerzen beschloß ich mich abzusteigen und zu warten. Währende die Helfer meinen Eigenverpflegungsbeutel suchten nutze ich die Zeit um meine Gesäß- und Rückenmuskeln zu dehnen. Dann irgendwann war mein Beutel auch da und es ging die 20 Meilen mit diesmal starkem Gegenwind zurück nach Weimea. Meine Schmerzen wurden nicht besser und auch diesen Bergabteil konnte ich nicht in Aeropos fahren. Dann ging es langsam los mit der Gluthitze: Ab Waimea geht es nur noch gerade aus, am Highway entlang durch die schwarze Lavawüste. Der Wind heftig von vorne und die Geschwindigkeit in Oberlenkerposition dementsprechend gering. Immer wieder nahm ich an den reichlich vorhandenen Verpflegunggstationen Wasser auf und kühlte meinen Vorderreifen. Vielleicht wäre es gar nicht nötig gewesen, aber ich wollte keinen Reifenplatzer und Unfall riskieren. Wie eine Oase kam mir dann Kona entgegen. Auf den letzten Metern auf dem Highway liefen bereits die ersten Pros, ich sah Faris wie er noch an Pos 4 gelegen Richtung Energie Lap lief und feuerte ihn von der anderen Straßenseite aus lautstark an. Dann rollte ich den letzten Kilometer die Palaniroad hinunter in die Wechselzone. Mit 143 Durchschittpuls für die erste Hälfte und 138 für die Zweite Hälfte der Radstrecke lag ich weit unter meinen Grenzen (156 aerobe Schwelle, 175 anaerobe und 200 max Puls). Aber es ist jetzt nicht so das ich mit 5:40h Radzeit total locker in die 2. Wechselzone eingebogen bin. Und der Puls ist ja nur deshalb so gering weil ich mich aufgrund der muskulären Blockaden gar nicht aktivieren konnte. Doch auch mit blockierten Beinen zu fahren erfordert sehr viel Kraft und auch mentale Stärke. Doch bei meiner ersten Teilnahme wollte ja unbedingt ins Ziel, egal wie. Also die Pulswerte und die erbrachte Leistung schauen locker aus, aber ich war echt schon ganz schön angeschlagen! Zurück zur Wechselzone: Das Rad wurde abgenommen und ich wollte zu meinem Wechselplatz laufen – doch, ich konnte nicht laufen – musste zum Wechselzelt gehen. Komplette Blockade. Dementsprechend viel Zeit brauchte ich in der Wechselzone, hier zog ich meine Radklamotten aus und eine leichte Laufshort an.

Nach gut 5min. Wechselzeit machte ich mich auf den Weg den Marathon zu wandern. Nicht nur die Schmerzen im Po und Oberschenkel Rückseite vom Rücken ausgehend verhinderten einen Laufstil, nein auch mein Körper war von den nun schon 7 Stunden dauernden Wettkampf gezeichnet. Ich, der immer mit Kopfbedekung unterwegs ist weil ich jegliche Art von Zugluft und Kälte nicht abhaben kann ging von Aid Station zu Aid Station und füllte mein Käppi mit Eiswürfel, auch mein Trikot – wo halt was rein ging. Das Eis hielt max, bis zur nächsten Verfplegungsstation, also 1,6km.... Ziemlich am Anfang der Laufstrecke kam mir auch Bauer Sebastian entgegen (also 1h vor mir liegend). Ich ging auf seine Strassenseite rüber und sagte er solle weiterhin richtig Gas geben und im Ziel nicht auf mich warten, er soll ruhig schon mal ins Hotel zurückgehen, denn bei mir dauert es länger (noch 5-6 Stunden hab ich zu ihm wirklich zugerufen). So schön war es im Training bei den überlangen Läufen, oder nach langen Radbelastungen noch Dauerläufe im Wohlfühltempo (4.20min./km) laufen zu können. Und jetzt schleppte ich mich über den Alii Drive. Das Finish sah ich zwar nicht gefährdet, hatte ich ja 10h Zeit für den Marathon doch wäre ich schon gerne etwas schneller gewesen. Im Bereich von Sup 10 bis Daylight finish hab ich mich vor dem Rennen schon gesehen und in den letzten Tagen, wo mir das Schwimmen auch bei hohen Wellen eher noch mehr entgegen kam als mich behinderte dachte ich mehr an die 10h Marke als an den Zieleinlauf bei Sonnenschein. Doch beim Wandern am Alii drive wurde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen. Als realistisch sah ich heut morgen noch 1:10h Schwimmen, 5:20h Radfahren und 3:30h Laufen an – also 10h, doch nach schon 20min. länger auf dem Rad, dazu noch reichlich kaputtem Körper (Rücken) und nun gehend schon bei Beginn der Laufstrecke war für mich jetzt klar heute das volle Programm durchzumachen. Was heißt den Wettkampf bei Dunkelheit zu beenden (also ab 11:06h Rennzeit, denn um 18.06Uhr ist Sonnenuntergang). Dazu muß man Leuchtreflektoren an der Kleidung, am Cäppi und an den Schuhen anbringen und nachdem es Finster wird Leuchtstäbe aufnehmen und sich diese umhängen. Also die Leuchtreflektoren hatte ich mir ja heute morgen schon sicherheitshalber angebracht, aber so wie es nun aussah kam ich wohl auch in den Genuß mit Leuchtstäben zu laufen. Und als ich so vor mich hinging, NUR noch das Finishen vor Augen hatte, die Zeit / das Daylight schon abgeschrieben hatte – und auf einmal konnte ich wieder laufen. Vielleicht durch die nun aufrechte Position, die Wärme oder was weis ich – wahrscheinlich hat mir Gott geholfen. Und so lief ich durch bis zur Wende ganz hinten am Alii drive und dann wieder zurück. Zumindest bis Palani wollte ich laufend zurücklegen. Immer nach jeder Meile an den Verpflegungen die Kleidung und das Cäppi mit Eiswürfel volladend kam ich tatsächlich laufend zur Palani Rd. Diese ging ich nat. hoch, denn aufgrund der Steilheit war ich ja eben so schnell wie die laufenden Mitstreiter. Oben angekommen ging es dann vorbei am Hannes Motivationspunkt (Hier stand Hannes mit ner Crew, Musik und Megaphon um alle in den A... zu treten - Photos folgen) und raus auf den Highway. Dies viel mir dann von Schritt zu Schritt leichter und so kam es das ich nach genau der Hälfte, also nach 13 Meilen auf Dobmeier Gerhard auflief und ihn (und auch mich selbst) motivierte das wir ja jetzt über 2:10h für den restlichen Halbmarathon Zeit hatten um noch ein Daylight zu schaffen. Um es kurz zu machen: Wir beide schafften es dann auch.

Marathon: KM 40 - kurz vor dem Ziel

Mir ging es nun von Meile zu Meile besser. Die Hitze im Glutofen der Lavawüste war durch die Eiswürfeltaktik gut zu verkraften und vor allem als Einäugiger unter den Blinden (die letzten 10km mußten schon sehr viele Gehpausen einlegen) machte ich sogar noch einige Plazierungen gut. Bei km 40 kam ich auch wieder am Hannes Motivationspoint vorbei, hier ein kurzes Photo (wird nachgereicht) und dann ab die Palaniroad hinunter. Und so kam es das ich mit rel. flotten Laufschritt noch bei Sonnenschein in den Alii Drive einbog, dabei wollte ich keinen Zielspurt hinlegen sondern mich freilaufen um ein schönes Zielphoto zu haben (was aber nicht gelang). Zielphoto hin oder her – die Erinnerung ist auch so gespeichert und einzigartig. So wie wenn man seinen zweiten Ironman macht, dann ist der Zieleinlauf auch was ganz normales – und so war es auf Hawaii. Einzigartig – einfach unbeschreiblich.

YOU ARE AN IRONMAN

klang es durch die Lautsprecher

 

Die Daten:

Schwimmen: 1:06h

Radfahren: 5:40h

Laufen: 3:44h

Gesamt: 10:39h


10.10.09: I am an Ironman

Mike Reilly: Here comes Ralph from Germany: "You are an Ironman"

Der echt geilst Wettkampf meines Lebens, war echt der Hammer - Gänsehaut die ganze Zeit. Hab das Ding genossen, gut durchgezogen und mit 10:39h noch gut eine Halbe Stunde vor der Dämmerung als "Daylight Finisher" heimgebracht, wie es auch mein Ziel war. Hang loose.
Es lief nat. nicht immer alles wie geplant, einige kleinere und vor allem grössere Probleme gab es dabei zu überwinden - aber das ist ja schliesslich der Ironman Hawaii: Die Mutter aller Schlachten.
Einen ausführlichen Wettkampfbericht stelle ich morgen online!

Ich ging hin, fuehlte mich gut und wolltes das einfach nur mal erleben - ohne Leistungsdruck (deshalb ja auch mit Leihrad gefahren), man ist ja schliesslich auch im Paradies. Ich haette mir dabei aber schon gewuenscht das ein Daylightfinish leichter von der Hand geht. Mit welchen Problemen ich dabei zu kaempfen hatte seht Ihr morgen im Wettkampfbericht.

Danke für das Daumendrücken und bis morgen (ich geh jetzt zur Finishlineparty vor)


10.10.09: 4:00 Uhr morgens

race day

So, noch 3 Stunden bis zum Start. Ich hab gut geschlafen, fuehle mich ausgeruht und fit. Denke das duerfte heute ganz gut hinhauen. Egal was mich da draussen heute erwartet, ich werde mich dem stellen und das Ding so gut es geht nach Hause bringen. Drueckt mir die Daumen - ich geb mein bestes!


09.10.09: Nachmittag

Vorstartzustand

Heute war der erste Tag seit der Ankunft ohne morgendliches Schwimmtraining. Wir gingen einfach nur Frühstücken und schauten den anderen Athleten dann am Pier bei ihren letzen Schwimmmetern zu. Den restl. Vormittag waren wir damit beschäftigt unsere Wettkampfsachen herzurichten: Den Pre Swim Bad, den Bike Gear Bag, den Special Needs Bag fürs Radfahren (Hawi), den Run Gear Bag und noch den Special Needs Bag fürs Laufen (Energi Lab). Alles hoffentlich gut durchdacht. Ausserdem nehm ich mir noch Geels und dergleichen als Notlösung mit, für den Fall das ich meine Eigenverpflegung nicht bekomme oder verliere - vor allem jede Menge Salz. Nach Anbringen der Startnummer am Rad und am Helm ging es dann raus um noch etwas zu kurbeln, kurz "draufzulaufen" und im Anschluss noch ins Wasser mit einigen kurzen, harten Sprints. So, jetzt ist alles getan, die Form ist (hoffentlich) auch da und der Tag kann kommen. Ich fühl mich suuuuper und bin ganz guter Dinge morgen einen rauszuhauen!!! Natürlich ganz im Rahmen meiner Möglichkeiten: Solide Schwimmen, verhalten Radfahren und beim Laufen dann einfach schauen wie weit die Füsse mich tragen. Wenn ich dann ohne Gehpausen durch die Lavafelder hindurchkomme bin ich ganz gut dabei.
Nachmittags traf ich in der Expo Peter Reid, immerhin 3-facher Ironman Hawaii Sieger. Bei nem kleinen Gespräch frage ich ihn dann auch wie viel Energie man sich am Rad für das Laufen aufparen soll. Darauf Peter: "Also ich hab mir am Rad immer keine Gedanken über das Laufen gemacht, bin immer hart gefahren. Erst ab Höhe des Flughafens (nach 160km!!!) schaute ich in meine Beine hinein und reduzierte falls nötig das Tempo" - Man, das sind Worte, eine Strategie die bei mir so nicht funktionieren wird. Wenn ich hart Rad fahre muss ich in spätestens in Hawii schon runterregeln.
So, um 16Uhr geb ich mein Rad in der Wechselzone ab.

Also, drückt mir die Daumen. Schaut auf www.ironman.com die Liveübertragung im Internet an. Hier könnt Ihr auch unter "Athlet Tracker" mich direkt Verfolgen, meine Startnummer ist: 1504
Mein Start ist lt. Deutscher Zeit am 10.10.09 um 19Uhr
Am Sonntag Nachmittag (auch MEZ) kommt auf ARD um 15.30Uhr in der Sportschau ein grosser Bericht über den Wettkampf.

Mahalo, Ralf


09.10.09: frueher morgen

pre race day

Noch sind es 24 Stunden bis zum Rennen. Vergangene Nacht konnte ich gar nicht recht schlafen, zu viele Eindruecke und Bilder von gestern - wohw. Ich will undedingt die Ziellinie erreichen und Mike Reillys Worte hoeren.

Weitere Infos vom Tag vor dem Rennen gibt es heute im laufe des Tages.


08.10.09: Abends

pasta party

Ich bin so ueberweltigt, mir fehlen die Worte. Das Showprogramm nach der Pastaparty war gigantisch, Gaensehautfeeling die ganze Zeit. Und dann Mike Reilly, er begrueste uns mit den Worten: YOU WILL BE AN IRONMAN

What to be an Ironman here in Kona, it is a simple thing: Swim 2.4 miles, ride 112 miles, run 26miles - and be proud to the rest of your live


08.10.09: Nachmittag

meet the Champions

Heute Morgen Schwammen Sebastian und ich mit Sonja am Pier, aber nicht mehr ganz so weit raus (wir müssen uns ja schön langsam schonen). Auf dem Rückweg integrierten wir ein paar Sprints um noch etwas Spannung in die Oberarme zu bekommen. Klar hielten wir wieder am Koffeeboat auf einen Espresso. Hier gibts auch Geels - ideal, heute muss ich eh futtern was reingeht. Am Stand merkte ich das Stadler neben mir aus den Fluten stieg. Gestern war es noch Alexander und Raelert - wohw.
Am Ausstieg wurden ausserdem noch Trinkgurts verteilt, hier nahm ich mir gleich 2 mit - könnte im Rennen von Vorteil sein.
Um 8 schauten wir dann den Underpantsrun an, der führte direkt an unserer Terasse vorbei (1m vor uns) - typisch Amis: Dies ist ein lockerer Lauf den man nur in Unterwäsche bestreiten darf (eine Anspielung auf die Freizügigkeit der Triathleten im prüden Amerika).

underpantrun underpantrun

Gleich dannach gingen wir zum Power Bar Breakfast des Power Bar Teams. Hier gab es alles was man sich vorstellen konnte. Auch Faris und Sandra Wallenhorst sowie das halbe Comerzbankteam aß mit uns. Komplett überessen und mit einen Rucksack voller Presente machten wir uns auf den Weg zurück in unser Hotel. Mittlerweile war es dann wieder soooo schwülheis das ich mich beim Mittagsschlaf (Verdauungsschlaf) zweimal dazwischen kalt duschen musste - echt war!
Dann ging es frisch erholt Nachmittags bei wieder extremer schwüle zum Laufen. Hier hatte ich sooooo super Beine das ich mir zum ersten mal seit der Ankunft vorstellen hab können den Ironman zu laufen. Hoffentlich hält das noch 2 Tage an. Und was schön hier ist ja, das ich wie immer nach den Einheiten nicht zurück ins Hotel gehe sonder gleich mit Schwimmbrille (und nur mit Shorts) loslaufe und am Pier noch mal in die Fluten springe. Nachmittags ist ja dann weniger los und man kann die Unterwasserwelt beim lockeren Ausschwimmen viel intensiver betrachten.
Auf dem Rückweg traf ich Michellie Jones die mir dann auch gleich ein Autogramm gab.

Schwimmseminar on the fly:
Dann ging es auf die Expo, so cool ist hier alles. Einfach alle sind locker und nett. Jeder schenkt alles her. Egal welcher Hersteller - ich geh immer ohne Geld auf die Expo und komm vollgefressen und mit jeder Menge Gifts wieder zurück. Ich hab schon so viel Zeugs bekommen das ich mir überlege einen dritten Koffer zu kaufen - alles kann ich eh nicht mitnehmen. Heute z. B. traf ich bei Aquatic Edge die legendäre Karlyn Pipes-Neilsen. Die gab mir dann im Endless Pool gleich ein halbstündiges Schwimmseminar. Der Hammer hier, die war bis zur letzten Frage bemüht, und das einfach so - genial, einfach genial. Egal wie das Ding am Samstag ausgeht, aber das ist definitiv der beste was ich sportlich gesehen je im Leben erlebt hab - und das jetzt schon wo noch nicht mal der Ironman war.

Jetzt ist noch etwas chillen angesagt denn um 18Uhr bei Sonnenuntergang (6Uhr morgens Deutscher Zeit) beginnt die Nudelparty mit gross angekündigten Rahmenprogramm. Da bin ich mal gespannt und werde davon gleich morgen früh berichten.


08.10.09: morgens

langsam Vorstart Feeling

Schoen langsam ersehnen wir den Wettkmapf herbei. Die Programme im Vorfeld sind zwar super aber man ist ja schliesslich wegen dem Ironman hier! Die letzten 48 Stunden bis zum Start brechen gleich an - was heist auch die direkte Wettkampfvorbereitung. Ab Heute morgen NUR noch Kolehydrate. Aber was ganz toll ist: Heute war die erste Nach die ich ohne vollkommen durchgeschwitzt mehrmals pro Nacht aufwache wie sonst. Ich hoffe ein Zeichen der Aklimatisation. So, jetzt aber nichts wie raus an den Pier, die ersten sind ja schon vorne und gehen grad ins Wasser (Dig me Beach):

hawaii


07.10.09:

Registrierung

Heute ging es nach dem morgendlichen Schwimmen und Frühstuecken noch mal aufs Rad. Aber nur eine gute Stunde die Koffee Road hoch mit dem Ziel locker zu treten und 3 x 5min. harte Intervalle (2 berghoch und eines flach). Dies lief auch recht gut, nur war es heute wieder extrem heiß und vor allem beim Berghochfahren schwitzt man wie noch nie erlebt. Echt, ich kam mir vor wie ein tropfender Kieslaster der da hochkriecht ;-) Hab ja dann auch festgestellt das mein Leihbike nur eine 170er Kurbel hat, na ja nimm es halt als Anreiz dazu endlich mal höhere Frequenzen treten zu müssen.
Nach einem Nachmittagsschlaf bei extremer Schwüle (wir schalten die Klimaanlage nicht mehr ein bis zum Rennen) ging es dann zur Registrierung. Mal was ganz was neues, beim Abholen der Startunterlagen wird man gewogen. Und das Überraschende, ich bin 3kg schwerer als noch in Deutschland - liegt sicher am Amerikanischen Essen (oder hoffentlich an der Fehlanzeige der Waage).
Bei der anschließenden Wettkampfbesprechung erfuhren wir das als einzige Vortbewegungsarten auf der Laufstrecke nur: Laufen, Gehen, Krabbeln und Kriechen zugelassen sind ..... so sind sie die Amis. *lach* - das steht aber echt so in der offiziellen Ausschreibung und speziell die letzten beiden genannten wurden ja hier schon Praktiziert.


07.10.09: morgens

Schwimmen bei Sonnenaufgang

Gleich nach Sonnenaufgang geht es heute zum Schwimmen:

Video: so schwimmt man am Pier

hawaii

Anschliessend wollen wir unsere Startunterlagen abholen und als Wettkampfvorbelastung noch mal ueber den Highway fliegen. Infos dann Nachmittag (Hawaii Zeit = MEZ - 12h)


06.10.09:

Dig me Beach Koffee Boat

Ab heute liegt das Koffe Boat nach ca. 700m auf der Schwimmstrecke vor Anker. Seit der Ankunft haben wir dies schon vergeblich gesucht und jeden Fischkutter in der Bucht von Kona angeschwommen ;-) doch seit heute ist es da. Geniale Sache: Du schwimmst raus und bekommst dann mitten im Meer eine Tasse Kaffee gereicht. Leider hab ich im Sog der Triathlonverrückten das Boot übersehen - ein Britischer Agegrouper jagte mich vor sich her und bis wir schauten befanden wir uns an der letzten Boje draussen (Nein, er hat meine Beine nicht halten koennen *fg*). Beim Zurückschwimmen gegen die Stömung war das Koffeeboat die ersehnte Pause (Ja, er war schneller) und mit dem richtigen Koffeinkick gingen die letzten 700m dann auch easy zu ende (OK, er war dann schon abgetrocknet als ich am Stand ankam). Jetzt - nach 2-3 Schwimmeinheiten pro Tag und den 3,5 km von heute morgen hab ich schon "dicke Arme". Also bis Samstag wird nur noch gebadet (sagen meine Arme, aber nicht mein Kopf).

Abends fand ja die Nationanparade statt. Sie fuehrte direkt an unserem Hotel vorbei. Mit Stolz Applaudierten wir bei den Deutschen (und Bayersichen) Teilnehmer, aber nat. auch uns selber!!

Nachtrag zu gestern:
Gestern hab ich echt durch das Radtrkot hindurch einen Sonnenbrand bekommen! Ich hab es selbst fast nicht geglaubt, denn ich creme mich ja mit 50 LSF ein, nur am Rücken halt nicht. Aber die extreme Sonne hier hat es auf 2,5 Stunden geschafft mich aufzubrennen. Nur durch den Brustgurt des Pulsmessers kam sie nicht !! Darauf hin hat sich Sebi einen 85er gekauft.

Anbei ein Photo beim Ortsausgang von Kona Richtung Lavawüste (ja Jürgen, ich hab auch dort immer ne Mütze auf - wegen dem Wind):

hawaii


06.10.09: morgens

Ruhetag

Heute ist Ruhetag angesagt. Hab eine leichte "Grundspannung" in meinen Beinen, denke aber das die gestrigen Einheiten genau richtig waren. Letzte Nacht konnte ich super schlafen. Vielleicht deshalb weil wir bei Freunden (Unsleber Markus und Obmeier Gerhard) zum Essen eingeladen waren - dazu 3 Bier und schon hab ich 7h Schlaf beisammen :-) Jetzt gehts gleich wieder vor dem Fruehtueck an den Pier, dort treffen wir uns mit Tajsich Sonja um zu dritt die Wellen zu rocken!

Video: so schwimmt man am Pier

Anschiessend sind wir zum Essen in nem noblem Schuppen eingeladen (Hannes Gutscheine). Der Plan ist: Nach dem Schwimmen dort den Bauch vollladen und dann einen ausgedehnten Mittagsschlaf - Aloha

Ansonsten findet heute Abend die Nationenparade statt und es oeffnet die Ironman Expo.


05.10.09: 18Uhr

gute Radbeine im Backofen

Am Pier heute morgen wars wieder erste Sahne. Man merkt schon langsam das man in der Wettkampfwoche angekommen ist. Die meisten der Aussis, der US Boys and Girls sind nun auch da. Um halb sieben Schwammen wir gleich (mit Sandra Wallenhorst) los. Wieder wie jeden Tag: Gänsehautfeeling beim Schwimmen übers Riff. Dann zurück am Start drängte sich schon alles um Chrissi Wellington. Sie genoss sichtlich das Bad in der Menge und ging mit ca. 15 Photographen ins Wasser. Ihr müsst mal schauen, die Bilder sind sicher auf den gängigen Onlineportalen zu finden. Sicherlich das das Interview mit Sandra Wallenhorst, da bin ich im Hintergrund auch zu sehen :-)
Anschliessend ging es wieder raus in die Lavawüste. Die Radbeine fühlten sich seit heute auch super an und es machte jetzt endlich auch Spass Druck auf Pedal auszuüben. Dabei überholte ich auch Van Vlerken ..... ok, sie war gerade bei nem Skin Fit Phtoshooting und vor nur immer vor der Kamera hin- und her :-( Aber ich war trotzdem schnell!

Hawaii 2009

Du hast doch sicherlich schon mal eine Fertigpizza gemacht und dann total vergessen? Auf einmal kommt es Dir, zu rennst zum Ofen, reist die Ofentür auf und willst Dein Essen kurz vor der Verkohlung retten! Beim hastigen öffnen der Ofentür, mit beiden Händen nach der Pizza greifend kommt Dir eine Hitzewelle entgegen das Du meinst es versengt Dir die Augenbrauen. Und nun stellst Du Dir das ganze etwas grösser vor und mit 60km/h von vorne - ja genau! Genau so fühlt es sich draussen in der Lavawüste an, wenn Du mit Deinem Bike von Hawii Richtung Kona presst.

Anschliessend dann gleich ab in die Fluten, Abkühlen auf Hawaiianisch - so genial und das auf der original Wettkampfschwimmstrecke. Und stellt Euch vor ich Schwimme da drinnen ohne Bademütze. Das würde mir selbst beim Warmwasserbadetag im Hallenbad Regensburg nicht in den Sinn kommen!

Dann um halb 3 in der grössten Hitze meinte Sebastian wir müssten mal einen flotten Lauf bei extremen Temperaturen und Schwüle machen: Klar war dabei, rannten am Alii Drive entlang (speziell am Lava Java nat. mit vollgas) - Puh, war gar nicht so übel. Anschließend aber nicht zum Duschen ins Hotel sondern gleich in den Pazifik rein. Baden und Ausschwimmen (wie immer, wenn auch drei mal am Tag). Und siehe da, wenn Nachmittags weniger Triathleten die Bucht aufwühlen trauen sich wieder die Schildkröten her. Toller Anblick!

Morgen gibts dann auch Photos,
Mahalo, Euer Ralf


05.10.09: 5Uhr morgens

Rochen

Irgendwie immer noch schwer vorzustellen: in Deutschland ist es bald Abends und hier muss ich noch eine Stunde bis zum Sonnenaufgang warten. Sitze hier wieder mit nem Kaffee und warte bis um kurz nach sechs mit den ersten Sonnenstrahlen am Pier das Schwimmen losgeht. Bin ja mal gespannt welchen Pro man heute zu gesicht bekommt, vielleicht auchwieder Chris:

Video: so schwimmt man am Pier

Normalerweise bin ich ja keine Wasserratte, aber hier ist es so genial. Unser Hotel lieg ja auch direkt am Pier und so bin ich gestern Abends nach dem Laufen gleich noch mal reingesprungen und ein wenig rausgeschwommen. Und siehe da, auf dem Rueckweg am Meeresgrund: 4 schwarze Rochen (Manta?) schwammen oder besser flogen unter mir durch. Spannweite sicherlich an die 2m - mit Gaensehaut ging ich wieder an Land. Diese Nacht schaffte ich ja tatsaechlich 6 Stunden Schlaf, wenn das so weitergeht bin ich bis zum Rennen dann doch noch ausgeschlafen *fg*


04.10.09:

Radfahren durch die Lavawüste

Heute ging es gleich nach dem Frühstück mit Hannes nach Hawii. Das ist der Wendepunkt der Radstrecke im Nord-Westen der Insel. Vom Bus raus ging es dann mit dem Rad die gesamte Strecke (knapp 90km) zurück nach Kona. Temperaturmässig konnte man es zuerst noch aushalten, doch je näher man sich Kona näherte um so heisser und schwüler wurde es. Ein Gefühl wie von einem Heissluftgebläse frontal angeblasen zu werden. Dementsprechend wichtig war die Verpflegungsstation nach ca. 2/3 der Strecke. Diese Radausfahrt nutze ich auch um ein paar Feinjustierungen an meinem Leihrad vorzunehmen. Wenn man dann stehen bleibt, und der Fahrtwind weg ist merkt man erst wie extrem heiss es ist: In strömen fliest der Schweis und man ist froh wenn man wieder losfahren kann. Eigentlich ist die Strecke recht eintönig, aber zur rechten Hand liegt dunkelblau der Pazitik und zur linken Hand der imposante Mauna Kea (*).

HAWAII 2009


Zurück im Hotel sprang ich dann gleich mit der Radhose ins Aquarium: Eine kleine Schwimmeinheit am Pier für die Sinne. Mit Schildkröten und Fischen in allen Farben schwamm ich meine Beine locker. Nach dem "grillen" in der Lavawüste ist selbst der auf Badwannentemperatur aufgeheizte Pazific eine angenehme Abkühlung. Doch um die Mittagszeit ist anscheinen auch  derWellengang heftiger als in den frühen Morgenstunden. Das war echt eine krasse Herausforderung. Da man wegen der hohen Wellen die nächsten Bojen fast nie sehen konnte orientierte ich mich am Untergrund. So schaffte ich es einigermassen gerade rauszuschwimmen. Wie machen es eigentlich die anderen? Oder sind in der Frühe nie so hohe Wellen? Aber ich denke im Wettkampf schwimm ich einfach mit der Herde raus, ganz vorne bin ich ja dann doch nicht ;-)
Anschliessend gab es eine frisch gepflückte Annanas auf unserem Balkon. Unsere beiden Geckos (der eine neongelb und der andere neongrün) leisteten mir Gesellschaft - auch mal ein völlig neues Gefühl. Sebastian hatte sie ja erfolgreich herangezüchtet ;-)

(*) Der Mauna Kea ist ja der höchste Berg der Erde: Mit 4205m ü.d.M stimmt das zwar anscheinend nicht, doch erstreckt sich dieser Riese vom Meeresniveau noch über 5000m in die Tiefe, ergibt also eine Gesamthöhe von fast 10000m !!!! Wow!


03.10.09 Abends:

Mit dem Leihrad auf der Koffee Road

Das Schwimmen heue morgen am Pier war erste Sahne. Zusammen mit Sebastian gingen wir noch vor dem Frühstück gleich in Schwimmsachen die paar Meter vor an den Schwimmstart. Echt wie im Aquarium: Unter und neben mir Schwammen die Fische (hinter und vor mir die Ironmänner aller Leistungsklassen). Der Wellengang war heute morgen doch beträchtlich und es war gar nicht so leicht die nächste Boje überhaupt zu sehen. Doch mit der Zeit bekam ich den Dreh recht gut raus: Immer am Wellenberg orientieren und dann ab durch die Mitte. Wow - funktioniert bis jetzt super!! Ich hoffe das bleibt auch so.

Video: so schwimmt man am Pier

HAWAII 2009


Nach dem Frühstück (geschätzte 29 Papayas direkt vom Baum) ging ich zum Radverleih um mein Bike abzuholen. Das Ding war in meiner Grösse leider nicht mehr verfügbar aber ein kleineres war ja noch da. Sebastian sagt es sei ein Kinderrad ;-) Der Lenker ist etwas zu schmal, der Rahmen zu klein - aber nach langwierigen Justierarbeiten war das Ding auch fahrbereit, ein Aegis T2 (??). Na ja, kein Vorteil beim Bikesplit für mich, das muss ich mit guten Beinen oder noch besser mit einer guten Schwimmleistung wieder reinholen *lach*.
Mit den Bikes ging es dann Nachmittags auf die Koffee Road. Eine echt tolle Strasse, Krafttanken für die Sinne. Am Abend kurz vor Sonnenuntergang trudelten wir wieder ein - jetzt schmeckt ein Bud Ligth am besten.
Mahalo, Euer Ralf


03.10.09:

Warten auf den Sonnenaufgang

Die Naechte hier sind rel. kurz. Zum ersten hab ich noch gar keinen Schlaf / Wachrhytmus und zum anderen ist Vollmond.... Jetzt sitzt ich gerade bei einen Kaffee hier und warte bis die Sonne aufgeht. Dann gehts gleich an den Pier und ab in den tuertiesen Pazifik. Anschliessend hol ich mein Radl, da bin ich gespannt was mich erwartet....


02.10.09 Abends:

Schwimmen mit Delphinen

Jetzt mal etwas ausführlicher:
Heute war einer der aufregendsten Tage in meinen Leben. Nach dem Morgenlauf um 5Uhr früh ging es an den Pier. Hier mischte ich mich unter das zu Scharen aufgelaufene Triathleten Volk - Feeling pur. Das Frühstück bei Wellenrauschen und unter Palmen schmeckte prima, war zwar nix besonderes aber bei diesen äusseren Bedingungen!
Kurz vor Mittag ging es dann mit Hannes zum Schwimmen in die Kealakekua Bay. Beim Einstieg wurden wir von den Wellen gewarnt. Ich war vom Anblick der Bucht noch so fasziniert das schon alle im Wasser waren als ich mich in die Brandung begab. Doch genau dann kamen grössere Wellen, ich hörte Hannes noch schreien ich solle hindurchtauchen als ich das 4m Monster vor mir sah. Es riss mich mit und wirbelte mich erst mal wieder an den Strand zurück - Gott sei Dank auf Sand und nicht auf den nahe gelegenen Felsen. So, dann ging es aber raus. Die Brandung war bald hinter mir und das Schaukeln auf See war dann gar nicht so schlimm wie erst angenommen. Was soll ich sagen, das Schwimmen war wie im Traum: Der Pazifik trägt echt super, schmeckt so genial und wenn man nach unten schaut schimmert es hellblau nach oben - einfach ein Wahnsinn. Doch dann kam der Oberhammer: Keine 5m neben mir schwammen auf einmal ca. 15-20 Delphine. Einfach wie im Traum. Nach der Hälfte der Strecke liesen sie aber abreissen (*fg*) und ich steuerte weiter auf Kaptain Cook zu. Dort ging es gleich wieder zurück - genial, nach 3,2km in 50min. hab ich nun auch meine Meerwasserangst überwunden.
Vor dem Abendessen dann noch eine kleine Laufeinheit am Alii Drive bevor wir uns im Lave Java wieder unter das Triathon Volk mischten.
Also, Grüsse an alle und bis morgen,
Aloha Ralf


02.10.09:

30 Stunden Flug

HAWAII 2009

Nach echt 30 Stunden Flug sind wir nun im Paradies gelandet. Der Empfang von Hannes war göttlich. Mal schaun wie ich mit der Zeitverschiebung zurecht komme, werd jetzt mal joggen gehen. Schlafen kann ich eh nicht mehr (4Uhr früh). Das was ich vom Klima bis jetzt schon mitbekommen hab ist echt mega geil: das könnte genau mein Ding werden, mal schaun wie heiß es Nachmittags wird aber Thomas Hellriegel hat gemeint ich kann meine Mütze sicher runtertun.
Heut Abend (bei Euch Samstag früh) melde ich mich wieder mit wirklichen News.


01.10.09:

01. Oktober, 02:15Uhr (oder mitten in der Nacht):

Jetzt gehts los: In ein paar Minuten begebe ich mich zusammen mit Bauer Sebastian auf die ca. 30 stündige Odyssee zur anderen Seite der Erdkugel. Ich versuche am Freitag wieder zu berichten, allerdings bin ich in Kona 12 Stunden später dran als MEZ!!!


30.09.09:

letzte Vorbereitungen

Heut lass ich mir beim Schwimmtraining von der Freiwasserqueen Peggy Büchse noch ein paar Tips geben. Was macht man gegen Übelkeit bei Wellengang im Pazifik? Dann den Koffer verschliessen, denn um morgen um 2 Uhr in der Früh gehts schon los.


29.09.09:

letzter Eigenverpflegungscheck i.O.

Bei einen nüchternen Morgenlauf hab ich heute noch die Verträglichkeit der Eigenverpflegung für Hawaii getestet. Kontrastprogramm: Heute im Morgengrauen duch das nebelige Deutschland, beim nächsten Lauftraining auf der anderen Seite der Erde wird es heisser sein! Soweit verlief alles bestens: Nach einen gesteigerten Dauerlauf über 21.1km kam ich 1:25h später wieder an, das auf der aeroben Schwelle. Jetzt kann es losgehen!


28.09.09:

Was ist Triathlon?

Es ist schon wieder ein paar Jahre her als ich mir irgendwie aus eine Laune heraus einbildete Triathlon betreiben zu wollen. Bis dato kannte ich nur das Rennen auf Hawaii, hatte aber irgendwo schon mal gehört das es auch in Deutschland ein ähnliches Rennen geben soll. Unter ironman.de hab ich das auch gefunden und mich angemeldet. Erst während des Events erfuhr ich worauf ich mich eingelassen hatte (bzw. musste das schmerzhaft spüren). Aber das Ziel, das "eigentliche Rennen" irgendwann mal zu Bestreiten verlor ich nicht vor Augen. Und so könnte sich bald der Kreis schliessen, wenn ich am 10.10. auf der Pazifikinsel an den Start gehe und im Ziel -vorrausgesetzt ich bin unter 17 Stunden- von Mike Reilly den einzig wahren Spruch der Triathleten höre: YOU are an Ironman!

Mike Reilly: YOU are an Ironman!


27.09.09:

Deutsche Berglauf Meisterschaft - Platz 3:

Die letzte harte Trainingseinheit vor Hawaii war die Deutsche Berglaufmeisterschaft auf den Hochfelln. Glücklich bin ich das endlich auch die Regeneration anschlägt. Bis einschliesslich Freitag hatte ich echt noch "dicke" Beine, doch heute konnte ich befreit auflaufen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Hochlaufen auf den Hochfelln machte Spass und durch diese gute Leistung konnte ich mit meiner Mannschaft vom LLC Marathon Regensburg die Mannschfts Bronemedaille holen. In der Einzelwertung reichte es immerhin noch zu einen 14. Platz - suuuper. Voll Happy über diesen Erfolg und vor allem üder die "guten" Beine bin ich mich Abend mit 253 Watt Durchschnittsleistung ausgeradelt.


26.09.09:

Koffer packen:

Heute steht nach lockerem Morgenlauf und Schwimmseminar im Westbad schon mal der erste Teil des Kofferpackens auf der Tagesordnung. Mal schaun ob ich alles unterbringen kann. Dürfte eigentlich kein Problem sein, denn da ich kein Fahrrad mit nach Hawaii nehme stehen mir 2 Koffer a 23kg als Reisegepäck zur Verfügung.

Der Trainingslauf heute morgen ging endlich wieder gut, und so bin ich ganz zuversichtlich das die Regeneration schön langsam auch in den Beinen ankommt. Das Schwimmseminar mit Peggy Büchse war auch super: Sehr viele "Baustellen" gibts halt, hoffentlich kann ich wenigstens ein paar die kommenden 14 Tage abstellen!


Ironman Hawaii

Am 10. Oktober geht es zu den Ironman World Championships nach Hawaii.

<Infos über die Qualifikation hier>

 

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