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Trainingslager 2010: Täglicher Live Bericht aus Fuerteventura
Geschrieben von Ralf Preissl

PlayitasPlayitasTrainingslager 2010: Täglicher Live Bericht aus Fuerteventura

                ---->  alle Bilder sind <hier> (und einige unten im Text) <----

  

biestmilch.comTrainingslagerfazit

Las Playitas auf Fuerteventura war bisher mit ABSTAND mein bestes Trainingslager. Als Kanarenfan war ich schon zum Trainieren auf Lanzarote, La Palma, Teneriffa und Gran Canaria. Aber Fuerteventura ist echt die beste Wahl. 14 Trainingstage hatte ich zu absolvieren, anbei ein paar kurze Statements:

Preissl Ralf: Fuerteventura840km Radfahren: Die Aussage im Reiseführer hat sich bewahrheitet: Fuerteventura hat das beste Straßennetz der Kanaren. Alles neu Asphaltiert und zu meiner Überraschung fast völlig Verkehrsarm. Die Strecken sind rel. flach bis hügelig - also ideal fürs Grundlagentraining. Alles ist eindeutig ausgeschildert und man kommt auch ohne Landkarte ohne ungewollte Umwege durch die Insel! Für mich heuer alles im unteren GA1 Bereich, also Radfahren ausschliesslich als Fettstoffwechseltraining - keine weiteren Trainings- bzw. Belastungsreize am Velo!  

 

Preissl Ralf: Fuerteventura220km Laufen: Für mich das Laufparadies schlechthin: Schotter- und Crosstrails so weit das Auge reicht. Abwechslungsreich - selbst bei vielen Laufkilometern wird einen nicht langweilig. Und wer es easy will kann auch im Golfplatz ne Runde drehen (auf Barfuss im Green) oder einen flachen Teerstrassenlauf machen. Berg- und Treppentrainingsmöglichkeiten in allen Schwierigkeitsgraden vorhanden. UND ein suuuper tolles Laufstadion im Nachbarort Gran Tarajal das man vom Club aus benutzen darf - Leichtathletikfeeling pur. Das Laufen war heuer mein Hauptschwerpunkttraining. Die anderen Disziplinen ordneten sich dem unter. So konnte ich heuer alle Laufeinheiten qualitativ perfekt umsetzen.  

 

Preissl Ralf: Fuerteventura28km Schwimmen: Ein weiteres Highlight stellt das 50m Becken inmitten der Anlage da. Beheizt mit 8 Bahnen und Sichtfenster zur Unterwasserkontrolle von Außen. Sogar ich Schwamm hier mehr als sonst Zuhause. Im Sonnendurchfluteten Becken einfach wunderbar. Schwimmen spielte bei mir im Trainingscamp eine untergerodnete Rolle. Ausser dem Erlernen eines besseren Wassergefühles wollte ich hier keine Schwerpunkte setzen. Trotzdem war ich fast jeden Tag im Wasser und aufgrund der idealen Bedingung entstanden keine leeren Kilometer. Viel Techniktraining (unter Aufsicht über UND unter Wasser), aber auch Paddles und Flossentraining gehörten zum regelmässigen Bestandteil. 

 

Preissl Ralf: Fuerteventura12h Athletik (Fitnessraum): Der Hauseigene Fitnessraum ist mit den mordernsten Geräten ausgestatten. Die  komplette Trainingsfläche ist sehr weitläufig und die Dehnfläche bietet auch für ganze Gruppen Platz. Rumpfkrafttraining ist für mich nicht nur Zuhause sondern auch im Trainingslager fester Bestandteil - die Räumlichkeiten auf Las Playitas laden direkt dazu ein hier mehr Zeit zu verbringen als geplant, Schaden tut das nicht :-)  

 

biestmilch.comDas Hotel: Das Haus selbst ist modern eingerichtet, alles super sauber und gepflegt. Die Küche genau auf die Bedürfnisse von Sportlern zugeschnitten.  

 

Mein Fazit: Hier werde ich noch sehr, sehr oft herkommen.

Samstag, 27.03. - Abreisetag

Die letzten Stunden auf der Insel brechen an. Ausgecheckt haben wir schon, heute ist nur noch Erholung angesagt, denn morgen wartet  mit dem Laufworkshop ein hartes Tagesprogramm auf mich. Die Zeit bis der Shuttle zum Flughafen eintrifft werd ich mit etwas plantschen im sonnendurchfluteten Pool verbringen (aber max. 3000m....)! 

Preissl Ralf: Fuerteventura

Ein ausfuehrliches Trainingslagerfazit gibt es dann die kommenden Tage,

das Logbuch schon mal hier:

14 Trainingstage mit:

840km Radfahren, 220km Laufen, 28km Schwimmen, 12 Stunden allgemeine Athletik, Rumpfstabi und Dehnen!

bis dann, Euer Ralf


Freitag, 26.03. - Bergintervalle: Faro de la Entallada

Die guten Beine heute morgen ermutigten mich doch das noch im Hinterkopf gehaltene Programm der Bergintervalle durchzuziehen. Dafuer muss man erst 6km zum Fusse des Ansteiges einlaufen. Dann lief ich den 1km langen drei mal doch, 120 Hoehenmeter waren dabei jedesmal zu ueberwinden.

(Der Anstieg und das Ziel)

Lauf zum Leuchtturm  Lauf zum Leuchtturm

Dabei lief ich aber konstant knapp unterhalb der anaeroben Schwelle und war immer darauf bedacht eine saubere Technik einzuhalten. Also gar nicht so hart wie es sich vielleicht anhoert, nur das wiederrum 6km lange Auslaufen zurueck zum Fruehstueck war doch ziemlich ziehend :-(

Nachmittag jetzt nur noch ein bischen rumradeln, ne Genusstrour sozusagen und Abends noch ein wenig Schwimmen (wieder unter Aufsicht und Techniktipps von Held Enton - Gracias Toni). Dann ist der letzte Trainingstag auch schon Geschichte. Morgen ist Abreisetag, wobei ich keine Wehmut verspuere. Denn sicherlich werd ich hier noch sehr oft herkommen - denn das ist mit ABSTAND der beste Trainingsdomozil was ich je erlebt habe.


Donnerstag, 25.03. - Kuer: Morro Jable (Jandia Playa)

Das Pflichtprogramm ist sozusagen schon in der Tasche. Jetzt, die naechsten 3 Tage nach dem letzten Ruhetag sind nur noch "Kuerprogramm". So nutzte ich heute morgen die noch immer lockeren Beine zu einem ausgiebigen Morgenlauf. Im Trailrun nahm ich dabei so ziemlich alle Huegel bis nach Gran Tarajal mit. Dann wollte ich auch noch mal den suedlichsten Teil der Insel erkunden: Die Halbinsel Jandia. So fuhr ich erst noch ein paar kleinere Strasse Richtung Antigua ab (mussten auch noch erkundet werden) und dann gings direkt nach Sueden bis Morro Jable.

Heut fuhr ich zum ersten mal ganz alleine Rad, die Jungs hatten andere Plaene (Schlafen bzw KA). Und so brauchte ich fuer die 4 Stunden Tour auch nur exakt 4 Stunden. Ohne Pause und Stopps kurbelte ich wie immer im unteren GA1 Bereich ohne Belastungsspitzen konstant durch. Hinten raus wurde es aber doch ganz schoen eng, denn ich hatte gestern meine Radflaschen mit Spuelmittel ausgewaschen und anscheinend nicht ganz gruendlich ausgespuelt. So blieb mir im Endeffekt nur eine Flasche die man wirklich trinken konnte. Der starke Wind und die hohen Temperaturen machten es auch nicht leichter. Aber ich kam durch ohne Stopp - dann aber gleich runter in den Supermarkt und Wasser (frisches) holen. Ja und wie immer nahm ich dabei meine Schwimmbrille mit, denn der Pool liegt ja direkt am Weg und so sprang ich da beim vorbeigehen rein und lockerte mich fuer ne gute halbe Stunde auf.

 Fuerteventura

Jetzt muss ich mal schau was morgen noch geht. Entweder eine Laufbelastung oder eine weitere GA1 Fettstoffwechsel Radfahrt. Ich wuerde klar die Laufeinheit bevorzugen, soll ja ein Laufschwerpunkt sein hier und Radgefahren bin ich eh schon viel zu viel. Ich hoer mal morgen Frueh in meine Beine rein und entscheide wie immer intuitiv ob ein Belastungsreiz noch fruchten kann oder ich es lieber ausklingen lasse.

So, jetzt aber ab in den Fitnessraum. Rumpsstabi und Streching nicht vernachlaessigen - dann noch kurz durch die Crosstails auslaufen und ab an die Buffettschlacht! Bis morgen, Euer Ralf

Preissl Ralf: Fuerteventura

 


Nachtag: Rumpfstabi und Strech im Fitness Center Las Playitas

Preissl Ralf: Fuerteventura

Auf den Bildern zu sehen der Ort meines täglichen (ok - ausser gestern) Aufenthaltes vor dem Abendlauf. Heute war allgemeine Athletik und Rumpfkrafttraining angesagt, und zwar eine ganze Stunde lang. Anschliessend dann noch eine halbe Stunde dehnen ... bis jetzt zahlt es sich aus, die Beine sind durchwegs locker. Hoffe das bleibt so und meine Verletzung vom vergangenen Jahr kommt nicht mehr zurück.

Preissl Ralf: Fuerteventura 


Mittwoch, 24.03. - Power am letzten Ruhetag

Kann gar nicht oft genug sagen wie happy ich bin. So gut lief noch kein Trainingslager - nicht annaehernd so gut. Fuehle mich tatsaechlich von Tag zu Tag besser und merke wie sich mein Koerper auf die Belastungen einstellt UND diese auch umsetzen kann. So wachte ich heute morgen, nach dem letzten doch recht belastenden Trainingsblock voller Tatendrang auf. Musste mich beim Morgenlauf echt zuammenreissen um nicht zu schnell und zu weit zu laufen. 10km sollen genug sein am Tag des Nichtstun! Ein Gefuehl der unbeschwerten, lockeren Beine: Wie aus den Zeiten der Leichtathletik.

Am fruehen Nachmittag war ich eine gute Stunde im Wasser. Held Anton von den befreundeten ATSV Kallmuenzern stellte sich doch tatsaechlich die ganze Zeit zu mir an den Pool und gab mir Tips und Ratschlaege. Als ehemaliger Leistungsschwimmer fand er einige grobe Schnitzer die es nun gilt auszumertzen! Danke Anton - ich werd mich heute Abend an der Bar revenchieren!

Da doch gestern tatsaechlich der erste Tag hier ohne Rumpfkrafttraining war gilt es das jetzt nachzuholen: Eine gute Stunde schwing ich mich gleich in den Fitnessraum und dann noch fuer eine halbe Stunde locker austraben - das soll es dann gewesen sein fuer den Ruhetag mit Powerueberschuss :-)


Dienstag, 23.03. - Durch die Minen von Moria

Oder: Durch die Duenen von Coria (Corralejo)

Preissl Ralf: Fuerteventura

Belastungsblock 3 - Tag 3, das heist die Hauptbelastung des Trainingslagers steht an. Ziel heute: Training der Langzeitausdauer. Dies schaut bei mir so aus: Morgens eine Stunde durch ueber die Cross-Trail-Berge laufen. Da merkte ich schon wie locker sich meine Beine anfuehlten. Nach 300 Hoehenmeter dann beim zurueklaufen - gut 2km leicht abschuessig - lies ich es leichtfuessigen Schrittes einfach "runterlaufen". Fuehlte sich super an, denke der Vortag war genau richtig! Die Beine gehen gut, der Schritt war locker, raumgreifend und entspannt (schnell). *Happy* !!!

Dann Fruehstueck und ab auf Rad. Die laengste Radtour steht bevor. Von Las Playitas aus ueber Antigua nach Corralejo. Eine super Tour. Von dort aus - mitten in den Duenen - kann man direkt nach Lanzarote rueberschauen. Ort frueherer Trainingsaufenthalte von mir und toller Ausblick durch den Duenensand. Dann ohne Pause wieder zurueck und nach gut 5h war alles vorbei. Die gesamt Tour absolut konstant im unterend GA1 Bereich und klar alles vorne im Wind - ein tolles Feeling mit guten Beinen!

Gleich im Anschluss noch 4000m Schwimmen. Wollte eigentlich gar nicht so weit aber ich fuehlte mich die letzten Tage schon sooo gut das mir selbst nach dieser langen Einheit das Schwimmen richtig Spass machte und auch dementsprechend gut ging!

Preissl Ralf: Fuerteventura 

Durch die Dünen von Corralejo: Leider hab ich von der weitläufigen Dünenalandschaft kein Bild. Hier hatten wir nämlich kräftigen Rückenwind und sind diese Passage mit immer gut über 50km/h durchgerauscht.


Montag, 22.03. - Laufbelastung (Estadio Gran Tarajal)

Tempodauerlauf wie letzte Woche: 10000m im Estadio Olympico. Schon beim Hinlaufen hatte ich gute Beine und einen aktivierten Körper. Also keinen Pulsabfall zum Ende des Trainingslagers wie in den vergangenen Jahren noch sonder immer gleichbleibend wie zu "ausgeruhten" Zeiten! Angekommen im Stadion (musste wieder über die Mauer steigen weil der Schlüssel am Tor nicht sperrte) erst mal kleines Lauf ABC, und noch ein paar Koordinationseinheiten um Spannung aufzubauen. Noch ein paar Sprints und Sprungaeufe der Motorik wegen (wie im Bild unten zu sehen). Dann ab 25 mal um die Bahn - wieder völlig konstant wie genau vor einer Woche an selber Stelle. Nur heute war es schon schwerer zu laufen als noch vor 8 Tagen: Der Wind wehte aus entgegengesetzter Richtung und so war auf der Zielgerade jedesmal Gegenwind und auf der Gegengerade nur ein laues Lüftlein. Hier war durch die Tribünen der Wind abgeschirmt. Dafür war das Wetter wieder wie gewohnt: Gut 30 Grad im nicht vorhandenen Schatten und Hochsommerfeeling.

Preissl Ralf: Fuerteventura Preissl Ralf: Fuerteventura

In den ersten 25min. llief ich extakt das selbe Tempo wie die Woche vorher, dann aber im Gegensatz die letzten 10min. leicht überhalb der Schwelle. Und so kam eine Endzeit von 34:33min. raus. Ich denke mal ein ganz gutes Niveau (der gesamt Durchschnittspuls lag aber immer noch unter der anaeroben Schwelle!!!).

 

Voller Freude lief ich dann wieder zurück und kühlte meine Beine im Meer ab. War auch nötig, siehe:

Preissl Ralf: Fuerteventura Preissl Ralf: Fuerteventura

Abends dann noch noch eine ausgiebige Stunde Rumpfkrafttraining und Deeeeeehen, dann Abendessen und ab in die Federn! Morgen steht eine lange Radtour am Plan.


Nachtag: Peter fährt auch am letzten Tag in Gelb

Das Bild unten zeigt Mailand San Remo live: Links die Führungsgruppe mit Thomas an der Spitze, zu Erkennen ist gerade der harte Kampf am Potcho. Links die Verfolger mit Ralf: Hart im Wind kämpfend und bemüht die Sprinter im Schlepptau an die Spitze heranzufahren. Kurz vor San Remo sind schon über 280km Renntempo gefahren. Gelbtrikotfahrer Peter immer noch im Windschatten von Ralf und weiterhin fordernd von hinten: "BLEIB VORNE UND ZIEH DEN SPRINT AN"! Peter ist hart an der Sache dran, die Gedanken an die schwarzen Dünen von Moro Jable wie weggeblasen. Als wir die Uferpromenade von San Remo erreichen läst Jürgen auf Höhe des Rathauses abreissen, mit Ring am Finger setzt aber auch er bald die Fahrt weiter fort und führt zuminest die Wertung der strahlenden Herzen.

Preissl Ralf: Fuerteventura 


Weiter im Rennen an der Spitze: Bis 100m vor dem Ziel fuhr Ralf die Spinter an. Die Spitzengruppe um Thomas und Franz wurde kurz vorher schon gestellt. Jetzt liegt es alleine an den Sprintern das Rennen zu entscheiden. Ralf geht nach rechts raus und überlässt bei 52km/h die ansteigende Zielgerade an Peter. Doch ein harter Antritt von Sebastian vereitelte den Sicher gelaubten Sieg des Schambachers! Doch wer zahlt jetzt das Spannferkel? Hat Peter das gelbe Trikot verteigigen können? Mehr dazu in der Sommerausgabe von Mailand San Remo oder Bad Abbach --> Kelheim!


Montag, 22.03. - Laufbelastung (Estadio Gran Tarajal)

So nun wird es ernst. Heute steht wieder eine Laufbelastung an. Hab schon ein schlechtes Gewissen weil ich jetzt doch etwas zu viel geradelt bin. So stand heute in der Fruehe kein Morgenlauf an, statt dessen ging ich mit den Jungs zum Schwimmen - locker werden sozusagen. Dann Speicher fuellen und nach kurzer Pause ab in die Laufschuhe und nach Gran Tarajal: Estadio Olympico!



Sonntag, 21.03. - klare Sicht

Der Wuestensand ist nun Geschichte. Die Windrichtung hat sich geändert und somit ist nun die Luft wieder klar und rein: Sichtweite bis zum Horizont. Keine Wolke am Himmel und ausgeruhte Beine! So ging es heute morgen mit lockeren Schritten  beim Vorfruehstuekslauf durch die Schotterfelder. So teilt sich unsere Morgenaktivitaet immer auf: Ich ja mit Laufschwerpunkt geh morgens immer Laufen und die Jungs gehen Schwimmen - beim Fruehstueck sieht man sich dann! Anschliessend war Einrollen angesagt. Tag Eins im Belastungsblock 3 soll ja noch easy sein. Gut drei Stunden kurbelte ich vor mich hin. Gerhard und Sebastian machten heute an den Bergen bei Bretancuria Kraftausdauereinheiten. Hier bin ich nur locker mitgerollt und hab Kraefte gespart fuer die anstehenden Tage (ansteigende Belastung).

Preissl Ralf: Fuerteventura

Zur Siesta in der Nachmittagssonne war es heute tatsaechlich zu heiss, so verkroch ich mich fuer ne Stunde im Hotelzimmer zum chillen. Dann ein Nachmittagskaffee. Sage und Schreibe der erste Kaffee seit 3 Tage. Ein Wunder fuer mich als Koffeinsuechtigen, aber da es mir Tag fuer Tag hier besser geht brauch ich gar keinen Kaffee-Kick mehr - fuehl mich einfach super. Und so hat der Espresso am Nachmittag voll reingehauen, musste mich im Zaum halten nicht mehr zu viel zu trainieren. Also erst locker Schwimmen und dann noch locker Laufen vor dem Abendessen. Somit war heute alles easy und alles rel. kurz. Voller Ehfurcht vor der morgen anstehenden Laufbelastung...


Samstag, 20.03. - Ruhetag 2


Schön langsam merkt mein Körper auch die Belastung der ersten Trainingslagerwoche. Mit zähen Glieder stieg ich morgens aus dem Bett. Dieser Ruhetag ist heute also genau das Richtige. Langweilig wird es nicht, denn da Jürgen und Thomas sich bei uns ins Zimmer mit einquartiert hatten (Sie mussten ja ihr Zimmer um 11 Uhr schon verlassen - Abreisetag!) ist immer was los. Nicht zuletzt da Mailand - San Remo ab 15Uhr live läuft...

Und Nachmittags gings ja dann noch zum Baden in den Pool:


Preissl Ralf: Fuerteventura 

Hier dann 3,5km Schwimmen bei Sonnenschein und Warmwasser. Leider wieder alleine da Gerhard und Sebastian eine Meer-Wasser-Einheit im Atlantic absolvierten. Doch anschliessend waren wir alle Zusammen im Fitnessraum und auf der Laufstrecke für eine paar lockere Minuten. Gerhard meinte um sich das Abendessen auch zu verdienen ;-)


Freitag, 19.03. - Gemeinsam ans Ziel


Die Belastung soll man ja in jedem 3-Tage Block steigern und so stand heute eigentlich die 150km Tour nach Corralejo an. Doch wegen der allgemeinen Müdigkeit in der Gruppe wurde nach Ajuy zum Kaffeetrinken geradelt. So warf ich auch mein Konzept etwas um und absolvierte vor dem Frühstück einen flotten Dauerlauf über 16km. Am Ende überraschte mich selbst das "langsame" Durchschnittstempo von 4:20min/km. Doch wegen des böigen Windes und der fast 400 Höhenmeter auf der Laufstrecke war das gefühlt unter 4min. ;-)
Anschliessend schnell an das Frühstücksbuffet und dann wie gesagt alle gemeinsam in einer 3,5h Radfahrt über Costa Calma nach Ajuy (Kaffeepause) und zurück. Das war somit auch die letzte Radtour mit allen Zusammen. Denn Franz, Thomas, Jürgen und Peter reisen ja morgen schon wieder nach Hause.

Preissl Ralf: Fuerteventura Preissl Ralf: Fuerteventura

(auf dem Bild fehlt Thomas, bzw. sitzt verdeckt hinter mir - Photo auch vom ihm gibts dann kommende Woche)


Vor dem Abendessen dehnte ich mein Rumpfstabiprogramm etwas aus und verbrachte so fast eine Stunde im Fittnessraum - anschliessend dann 9km "auslaufen" und Appetit holen für das Abendessen.
Somit ist der zweite Belastungsblock auch absolviert. Wie anfangs geplant mit je einer Radeinheit pro Tag und von Tag zu Tag etwas gesteigert.

Morgen ist der zweite Ruhetag auf Fuerteventura. Hier will ich nur mit ein paar kleinen Pulsschlägen den Kreislauf nicht zu sehr absacken lassen, also Hauptsächlich die Beine hochlegen.

Der kommende Block steht dann wieder mehr im Zeichen des Laufens!




Donnerstag, 18.03. - Windstaerke 6

Tag 2 in Block 2 begann mit der zweiten Lauf-Kerneinheit: Kniehub- und Beinstrecktraining in Form von Treppenlauefen. Und zwar 3 x 10 x 28 Doppelstufen mit vollem Abdruck und hoher Freuquenz integriert in den Morgenlauf. Das ganze ging sehr gut und so ging es dann auch gut gelaunt zum Fruehstuek.

Die Tiefstwerte in der Nacht lagen heute bei 23 Grad und Tagsueber erreichte das Quecksielber 30 Grad bei mal wieder fast keinen Sonnenschein. Denn die Sonne war auch heute vom Saharastaub verdeckt - Gott sei Dank, denn sonst waehren wir wahrscheinlich verbrannt. Denn nach den 100km gestern Radelten wir heute 120km durch die Berge in und um Brentacuria. Der Wind war sehr heftig und blies besonders in den Serpentinen mit teilweise Staerke 6 und von allen Moeglichen Seiten - man musste oft mehr Kraft in den Armen aufwenden um den Lenker gerade zu halten als in den Beinen... Trotzdem kamen wir gut rum (Dank 4,5l Wasser auf 4 Stunden Fahrtzeit - das sagt doch alles).

Jetzt am vierten Radtag (seit Oktober 2009) fuehle ich schoen langsam die muskulaere Anpassung in den Beinen. Das Radfahren geht immer besser und macht auch so richtig Spass. So ist im Grunde genommen jede Einheit: Fuehle mich von Tag zu Tag besser und der Plan langsam zu steigern geht bis jetzt gut auf.

Preissl Ralf: Fuerteventura Preissl Ralf: Fuerteventura

Nachmittags ging ich dann noch gut 2km zum Schwimmen in unser 50m Becken. Zum Auflockern sozusagen. "Schwimmencoach" Juergen machte Unter- und Ueberwasseraufnahmen von mir. Ausserdem zeigte er meine Kardinalfehler bei der anschliessenden Analzse auf: Danke Dir Juergen!

Die freien Minuten vor dem Abendessen verbrachte ich mit Streching und ein paar Rumpfstabiuebungen. Morgen steht dann der 3. Tag des 2. Blockes an - mal schaun wie weit die Fuesse tragen!


Mittwoch, 17.03. - Sahara: Sand in der Luft

Der zweite 3-Tage Block startet mit einem kleinen Morgenlauf. Und zwar wieder die Cross-Trail-Runde auf die benachbarten Berge. Lauter kleine Pfade auf Schotter und Fels - rauf und wieder runter mit atemberaubenden Ausblicken. Leider ist die Luft heute voller Saharastaub und so konnte man den Sonnenaufgang nicht richtig sehen. Denn ich lief extra so los das ich um 7:03Uhr (Sonnenaufgang lt. Meterologe) ganz oben am Berg stand. Aber leider nur ich und nicht die Sonne :-(

Preissl Ralf: Fuerteventura

Dafuer wieder ein riesen ausgibiges Fruehstuck und um 10Uhr ab aufs Radl. Denn in den naechsten 3 Tagen will ich jeden Tag biken. Ab Samstag ist ja Juergen (Mr. Oberschenkel), Peter (Eisenfuss), Franz und Thoms nicht mehr da. Dann werde ich wieder mehr laufen.

Heute ging es 50km bei Rueckenwind in eine Richtung hinter Altigua raus an einen einsamen Strand mit Kaffee. Nach kurzer Pause dann die komplette Strecke bei Gegenwind (und doppelter Fahrzeit) wieder zurueck. Heute durfte ich die komplette Strecke vorne im Wind fahren. Mein Plan war ein voellig konstantes Tempo anzuschlagen. Leider fuehlte nur ich das als konstant - alle anderen bemaengelten mein zu langsames fahren am Berg... Ok, und anscheinend zu schnell auf den Geraden. Kommt das von meinem Gewicht?

Preissl Ralf: Fuerteventura

Auf alle Faelle war der Himmel zu voller Saharasand, die Sonne war nicht zu sehen, dafuer hatte es 28 Grad und absolute Wuesten-Trockenheit.


Dienstag, 16.03. - am vierten Tage sollst Du ruhen

Der erste 3-Tage Block ist Geschichte und demzufolge ist heute ein Ruhetag angesetzt. Nach einen kleinen Morgenlauf und einen Verdauungschlaf am Vormittag ging ich Mittag mit Sebastian und Gerhard zum Pool runter. Gerhard hatt fuer jeden Tag ein Schwimmprogramm dabei. Heute standen 5,2km auf dem Plan - nach 3,5 ging ich aber aus dem Wasser (meine max. Reichweite...). Gerhard und Sebastian gingen Nachmittag noch mal Radfahren und ich legte mich fuer zwei Stunden in den Schatten auf unserer Terasse. Denke das war ganz ok so, Radfahrtechnisch will ich es noch nicht uebertreiben und so ging ich vor dem Abendessen noch fuer eine gute Stunde in den Fitnessraum um mein Rumpsstabi- und Dehnprogramm ausgiebig zu abolvieren.

Nach dem Abendessen und einer halbe Bier an der Baar waren wir wie jeden Tag um halb 11 in den Federn!


Montag, 15.03. - One man show

Nach dem Anreise-Einradeln (Tag1), der Tour gestern (Tag2) stand heute am 3. Tag des ersten Blockes im Trainingslager bereits eine Belastung am Plan. Ein Tempodauerlauf über 10km.
Der Tag begann aber um 7Uhr morgens mit einer Schwimmeinheit im traumhaften 50m Pool der Anlage. Zusammen mit Sebastian und Gerhard machten wir uns auf einer Bahn breit und wurden nach 900m wieder vertrieben - leider alles reserviert ab halb 8 :-(
Also dann ab zum Frühstücken - auch ein schlechter Erstatz für eine Trainingseinheit. Nach einer kurzen Verdauungspause teste ich den hauseigenen Fitnessraum. Boh, alles vom Feinsten. Alle anderen gingen wieder Radfahren, dieser Monotonie entfloh ich so wie ich es mir vorgenommen hatte und Voller Elan absolvierte ich im Fitnessraum eine Stunde lang mein gewohntes Rumpfstabi und Strechtraining. Anschliessend ging es dann gleich in den Pool. Dieser war im Gegensatz zum Morgen fast leer und die Trainingseinheit im Wasser ging kurzweilig von statten. Ich hätte mir aber doch den Rücken eincremen sollen, denn die Sonne brannte dermassen runter das ich eine gewisse Hautrötung nicht mehr vertuschen konnte.

Playitas

Nach getanen Wasserspielchen dann der Hauptteil des heutigen Tages und auch die Kerneinheit des ersten 3-Tage Blockes: An der Rezeption lies ich mir den Schlüssel zum Laufstadion im benachbarten Gran Tarajal geben - joggte rüber und musste erst das Tor der komplett verschlossenen Laufanlage suchen. Als ich drin war kam meine Läuferliebe wieder hoch: Ich ganz alleine in einem Laufstadion - zweifarbige Bahnen - windgeschützt - und, ach ja windgeschützt, das bedeuet um die Mittagseit 32 Grad im nicht vorhandenen Schatten. Deshalb lies ich mich aber vom Tempodauerlauf nicht abhalten und absolvierte in einer one-man-show 10000m absolut konstant mit 5 Schlägen unter der anaeroben Schwelle. Einziger Begleiter war das Wellenrausches vom naheliegenden Strand. Die Zeit (für Interessierte): 35:23min.
Voller Zufreidenheit aufgrund der guten Trainingseiheit ging es dann zum Auslaufen die 6km wieder zurück zum Hotel. Nachmittag dann dehen/strechen und Baden (und von der Sonne verstecken, denn die ist mittlerweile brennend heiss).

Morgen ist Ruhetag - da gibts mal ein paar weitere Bilder, einfach wieder reinschauen.
Eurer Ralf
 


Sonntag, 14.03. - Lauf zum Leuchtturm bei Sonnenaufgang

Der erste ganze Tag in Las Playitas beginnt mit einem lockeren Morgenlauf zum Leuchtturm. Ein tolle Strecke, der letzte Kilometer fuehrt in Serpentinen 180HM zum Leuchtturm hoch mit schoenen Ausblick und Sonnenaufgang - Gefuehle pur. Dann Fruehstueck und Radln mit den Jungs. Jetzt ist auch Rucker Gerhard mit dabei, der etwas spaeter gest noch gelandet ist und in mein Deutsch-Oesterreichisches Doppelzimmer mit einzieht.

Preissl Ralf: Fuerteventura Lauf zum Leuchtturm  Preissl Ralf: Fuerteventura Lauf zum Leuchtturm

Das Radfahren war heut schon etwas entspannter als gestern. Zumindest kam ich mit den anderen problemlos mit. Anscheinend hat sich die "Einroll(tor)tour" gestern beruhigend auf ihre Beine ausgewirkt. Und so standen nach den 80km von gestern heute 110km auf dem Plan. Immer locker im unteren Ende des GA1 Bereiches (sogar im Durchschnittspuls weniger als gestern). Nur 10min. lang - beim Anstieg zur hoechsten Erhebung fuer heute (675m) kam ich an die aerobe Schwelle ran. Als ich dann die letzten 200m "Eisenfuss" Nuber Peter abschuetteln wollte war ich nat. darueber. Schon mal vorweg: Ich konnte ihn nicht abschuetteln und Peter war bis oben hin dran bzw. sogar vorne! Ein Photo von der Bergankunft:

Preissl Ralf: Fuerteventura.jpg

Nach dem Radln dann erst mal bei inzwischen 28 Grad in der Sonne unseres Hotelbalkons chillen, dehnen/strechen und dann noch ein kleiner Lauf durch den Golfplatz. Mit dem Ziel die Beine etwas aufzulockern fuer die morgen angesetzte Hauptbelastung des ersten 3er Blockes: Ein Tempodauerlauf ueber 10km. Wie der ausging berichte ich morgen wieder online!


Samstag, 13.03. - Ankunft ohne Schlaf

Ohne eine Sekunde Schlaf kam ich in Puerte del Rosario an. Denn bereits um 24Uhr am Freitag trafen wir uns und fuhren gemeinsam nach Nuernberg. Etwas muede war ich zwar schon bei der Ankunft auf der Insel, doch die sooo helle Sonnenstrahlung machte mich wach - Serotonindusche hoch drei. Gemeinsam mit den Jungs Peter (Eisenfuss), Juergen (Mr. Oberschenkel), Franz, Thomas und Sebastian ging es Nachmittags bereits zum Einrollen quer durch die Insel.

Die Jungs waren mir heute etwas zu schnell unterwegs und so fuhr ich eigentlich fast den ganzen Tag alleine rum (bis 500m hintern der Spitzengruppe). Aber ich wollte ja langsam reinkommen, vor allem mit dem riesen Schlafdefezit nicht die Berge voll hochdruecken. Rein Motorisch bereitete mir das Radfahren keine Proble - obwohl ich seit Hawaii (10.10.09) nicht mehr am Velo sass ging die Bewegung sehr fluessig. Jetzt, nach lockeren drei Stunden sitzt ich vor dem Abendessen noch bei 26 Grad auf dem Balkon und lass mir die Sonne auf den Bauch scheinen - was will man mehr!

Super war auch das ich gleich bei meiner Ankunft meinen alten Freund Florian Greckl getroffen hab. Er ja schon seit 3 Wochen hier hatte seinen Abreisetag. Und ich meinen ersten. Aber wir haben gemeinsame Trainingseinheiten dann in Deuschland ausgemacht, auf die ich mich auf super freue!!! Vielleicht ist ja der Stelzle Flo auch wieder dabei....

Preissl Ralf: Fuerteventura Greckl

Morgen beginnt dann das Training - live Bericht nat. dann gleich am Abend.


Zusatzpower - der Biestmilch Booster:

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Freitag, 12.03. - letzter Schneetag in Deutschland

Der Wetterbericht sagt 28Grad vorraus. Ideal für meine in Deuschland eingefrohrenen Glieder. Heute stand noch das Lauf ABC auf dem Plan. Dann noch ein letztes mal Schwimmtraining im Hallenbad - die nächsten Einheiten werden dann unter freiem Himmel und Sonneneinstrahlung erfolgen (Hoffentlich). Zuhause dann noch die letzten Sachen packen und um kurz vor Mitternacht ging es auch schon los. Denn um 7Uhr morgens müsst ich ja bereits auf der Insel sein.


 

Tatort: Fuerteventura - Las Playitas

fuerteventura-las-playitas

 

 

 

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Fuerteventura

 

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