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Hallo liebes Tagebuch
Geschrieben von Ralf Preissl

Hallo liebes Tagebuch, ich bin gerade auf dem Weg ins Krankenhaus. Gott sei dank ist endlich der Tag gekommen. Ab jetzt geht es hoffentlich nur noch aufwärts. Ein bischen mulmig ist mir vor der Operation schon aber vielleicht hab ich ja auch mal Glück und es haut alles so hin wie erhofft.

Hallo liebes Tagebuch - ich habe Schmerzen. Liege im Krankenhauszimmer und weis nicht wie ich mich hinlegen soll ohne diesen dumpfen und dann wieder stechenden Schmerz zumindest etwas zu minimieren. Aber ich will Dir jetzt erst mal erzählen wie die letzten Stunden so abgelaufen sind. Denn irgendwie ging nach der Fahrt ins Krankenhaus alles ganz schnell, bis ich mich umsah war ich auch schon im OP Bereich. Der Tropf hängt an meinem linken Arm und eine Schwester hat mich auch schon ein paar Spritzen gegeben. Jetzt hab ich ehrlich gesagt schon Angst, also nicht Respekt oder ein mulmiges Gefühl, nein jetzt hab ich Angst. Angst das was schief gehen könnte, was gravierendes. Doch schon kommt die Schwester wieder mit der nächsten Spritze daher, diesmal soll es sich um ein Beruhigungsmittel handeln. Und siehe da, auf einmal ist alles wieder viel freundlicher und die Angst gar nicht mehr so gross. Auf dem Weg in den OP Saal fühl ich mich wie am "Point of no return". Hab jetzt aber auch keine Gedanken mehr noch was aufschieben oder abbrechen zu wollen. Der Arzt checkt dann nochmals meine linke Ferse und merkiert sie. Dann kommt das Narkosemittel und ...

Ich komme im Aufwachraum wieder zu mir. Das Bein schmerzt. Die Zehen schauen unter dem Verband herraus, ich versuche sie zu bewegen. Es klappt. Gott sei dank, so schlimm kann es also nicht sein. Die Schmerzen werden grösser, Daraufhin bekomme ich ein Opiat. Sozusagen meine erste Droge in meinem Leben. Es wirkt und mir gehts schon gleich besser. Bekomme auch was zu essen und zu trinken. Dann kommt der Arzt und teilt mir mit das alles sehr gut verlaufen sei. DIe Achillessehne sei gut in Ordnung aber die OP sei dringend nötig gewesen. Die Haglund Exostose (also die Ferse) habe aber schon ziemlich gedrück und es musste sehr viel Knochen weggemeiselt werden. Auf Dauer hätte das sicherlich auch der Sehne geschadet. Also war der Eingriff mehr als nötig und kam noch zur rechten Zeit. Ansonten soll alles sehr gut verlaufen sein (was er mir nach nochmaligen Nachfragen versicherte). Dann gehts ab auf Zimmer. Und hier lieg ich nun.

Hallo liebes Tagesbuch, es ist so heiss hier. 34 Grad hat es draussen und hier im Krankenhauszimmer gefühlt noch mehr. Mein Fuss schmerzt fürchterlich. Aber noch schlimmer. Sobald ich ihn nicht hochlagere, und ich meine damit das der Fuss das höchste Punkt des Körpers sein muss, drückt es wie verrückt und die Schmerzen sind fast unerträglich. Also liegenbleiben. Aufstehen zum Toilettengang geht nciht, die Schmerzen sind zu gross. Ich zögere das so lange hinnaus wie nur möglich. Komischerweise kann ich Nachts sehr gut schlafen. Und das obwhol ich nur rumliege. Gott sei dank !

Hallo liebes Tagebuch. Jetzt bin ich Zuhaues, nach drei Tagen Krankenhaus endlich in gewohnter Umgebung. Die Schmerzen allerdings unverändert, weis ich wie ich mich hinlegen soll. Sitzen - geht nicht, stehen - schon gleich gar nicht. Mit den Knücken in die Küche humpeln bedeutet dann wieder starke Schmerzen. Schmerzmittel halten mich am Leben.

Hallo liebes Tagebuch. Jetzt, am 6. Tag nach der OP wird es besser. Juhuu :-) Seit 8 Stunden schon keine Schmerzen mehr. Also mit keine ist gemeint keine starken, also nur noch das normale "Ziehen".  Auch die erste Nacht die "normal" verlief. Ein Lichtblick :-) 

Hallo liebes Tagebuch. Heute am 8. Tag nach der OP ein Rückschlag. Eigentlch begann der ganz gut, konnte auch endlich mal das Sofa verlassen und auf der Terasse sitzten (klar, den Fuss immer hochlagernd). Doch dann zog es auf einmal zu, fing an zu tröpfeln, immer mehr tröpfeln, dann regen. Also wieder reinhumpeln. Und dann auf einmal Starkregen und HAGEL!! Verdammt, ich hab noch alle Fenster und Türen offen. Schnell, schnell alles schliessen - wohl zu schnell. Beim vorletzten Fenster rutschte ich mit der Krücke weg und im Reflex stützte ich mich mit dem linken, den operierten Fuss ab. Mist - Höllenschmerzen. Ich hab mir dann gleich ne doppelte Dosis Schmerzmittel verabreicht und lieg jetzt im Bett. So leicht pochend, aber geht gerade noch so.

Hallo liebes Tagebuch. Heute war ein guter Tag :-) Anscheined hat der Sturz gestern keinen grösseren Schaden angerichtet. Bin doch heute tatächlich 10 Stunden lang auf der Terasse gelegen. Was soll ich sagen, geht doch :-) Hab sogar noch den Garten gegossen (na ja, den Gartenschlauch aufgedreht). Super Tag :-) Da kann ich über den dabei zugezogenen Sonnenbrand locker hinwegsehen. 

Hallo liebes Tagebuch. Auf den Tag genau sind es jetzt 2 Wochen seit der OP. Und heute bin ich auch zum ersten mal ohne Krücken gegangen. Darf ich zwar noch nicht aber ich habs einfach gemacht - fühlt sich Spitze an :-)

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