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Triathlon Sieg in Pressath - a bissl was geht immer
Geschrieben von Ralf Preissl

A bissl was geht dann doch immer noch und komischerweise hat es auch für den Gesamtsieg gereicht

Nach taktisch schlechten Schwimmen - 20 Watt Defizit am Rad folgte ein Lauf ohne Schmerzen ( Smile ) der aber bei weitem nicht mit dem Speed der alten Tage mithalten konnte - der aber dennoch ausreichte um den Platz hinter dem Führungsfahrzeug ins Ziel zu retten. 

http://djkpressath.de/wp-content/uploads/2015/07/Ergebnis-Liste-2015.pdf

 

Schwimmen:

Ja vielleicht bin ich auch zu verhalten rein. War ja Landstart. Aus der 2. Reihe ging ich (ja gehend, barfuß laufen geht ja noch nicht so gut) ins Wasser, ziemlich am linken Rand des Feldes und schwamm dann auf die erste Boje zu. Bei der ersten Orientierung sah ich das große Feld ziemlich weit rechts und von mir UND ziemlich weit vor mir. Keine Ahnung wieso die nach 50m schon 50m vor mir sind. Aber anscheinend konnte man rechts weiter reinlaufen - keine Ahnung, oder bin ich nicht nur ein schlechter Schwimmer sondern auch ein schlechter Starter. Hilft aber nix, also überholen!!! Das machte echt Spass. Hab bis zur 2. Boje gefühlt 15 Leute überholt - na ja, in Wirklichkeit waren es wahrscheinlich nicht mal 10. Aber trotzdem ein geiles Feeling.

Radfahren:

Das Radeln war voll Jungspunt mäßig. Nachdem ich anders als in Ingolstadt noch nach dem Aufsteigen nicht gleich wieder runtergefallen bin hatte ich hier leider Probleme mit dem Anziehen der Schuhe am Rad. Gleich wurde ich da auch überholt. Das wollte ich dann alles auf den ersten Metern wieder gut machen und donnerte zeitweise mit 500 Watt und mehr auf den ersten beiden flachen Kilometern entlang. What a fuck!!! Nach weiteren 500m Metern hatte ich das Gefühl es zerreißt mir die Hose an den Oberschenkeln. Lactat hoch 10 in den Beinen sag ich nur - und das vor dem Anstieg. Dementsprechend eierte ich den Berg dann auch hinauf. Anscheinend hatten all die anderen Teilnehmer die selbe Radstrategie bzw. Einteilung gewählt. Denn sie kamen auch alle nicht richtig vorwärts. So gelang es mir dann doch noch am Berg die restl. 4 Leute vor mir einzufangen. Oben angelangt war das "Follow me" auf dem Dach des Führungsfahrzeuges nun durch keinen weiteren Kontrahenten mehr verdeckt und Gott sei Dank kam dann auch eine kleine Abfahrt. Die Beine dankten es und ich konnte dann doch noch rel. gut ballern. Die restl. Strecke war dann ähnlich anspruchsvoll wie zu Beginn und anscheinend hatten alle anderen hier weiterhin Probleme. Denn zurück in der Wechselzone war ich dann eine gefühlte Ewigkeit in Führung. Gott Sei Dank denn wer weis wie es jetzt weiter geht...

Laufen:

...war dann nicht der Hit aber auch nicht so schlecht das ich eingeholt wurde. Früher konnte ich so 3.20 rum laufen - an guten Tagen auch mal schneller (ist gefühlt schon ne Ewigkeit her). Heute ist der Blick auf die Pace eher ein Bescheidener. Aber hilft nix, irgendwann werd ich auch wieder mal so laufen können wie früher - red ich mir zumindest ein, vor allem als ich nach 3km auch noch heftiges Seitenstechen bekam. So stark wie damals, 1988, das weis ich noch genau, es war am 15.08.1988 beim Gäuboden Volksfestlauf in Staubing. Mein dritter Wettkampf überhaupt. Mit heftigen Seitenstechenschmerzen musste ich mich den zweiten Teil der Strecke ins Ziel quälen. Aber Nein, damals hab ich auch nicht aufgehört bzw. ne Gehpause eingelegt sondern weitergemacht. Weiter, immer weiter - nie aufgeben - bis heute. Ja heute, bzw. sogar heute noch komm ich dann wieder mal als erster über die Ziellinie. Zum dritten mal schon in Pressath. Ein bisschen was ist nat schon anders als damals. Meine Tochter empfängt mich im Ziel (sie ist ungefähr genau so alt wie ich damals), sie ist furchtbar stolz auf Ihren Papa. Das freut mich am meisten und relativiert irgendwie wieder alles. Sie frägt nicht nach Laufzeiten, Durchschnittsleisung am Fahrrad oder warum ich sie schief laufe. Sie freut sich einfach nur auf mich :-)

 

So, jetzt aber mit volldamf vorraus zum Mitteldistanz Triathlon nach Obertrum. Der Speed sollte ausreichen. Ob die Ausdauer langt ?!?!? - vor allem auf der Laufstrecke?!?!? 21.1km nach einer mega harten Radstrecke. Da bin ich gespannt. Ist schon ein anderes Kaliber als die 6km von heute in Pressath, die ich ganz klar nur aus den Trainingseinheiten vergangener Tage rausgequetscht hab. Obertrum wird zeigen ob der Weg aufwärts zeigt oder ob ich auf der Stelle tret. 

 

Nachtrag (auf dem Boden der Tatsachen):

Am nächsten Tag hab ich dann einen langen Lauf probiert. Klar hätt ich eigentlich nach dem Run (6km .... man wann wird das besser) in Pressath 2-3 Tage Laufpause machen müssen. Aber ich hab einfach keinen Bock mehr auf Radfahren. Ne 2-3 Stunden Session kann ich mir gleich sparen und für ne lange Tour kann ich mich echt nicht motivieren - nicht schon wieder. Ich will laufen. Also lauf ich - leider mit vielen Schmerzen, die letzten 4km eher humpelnd und Schlussendlich musste ich auch gehen. Jetzt ist die Ferse dick geschwollen und ich weis auch nicht wie es weiter geht. Der nächste Lauf also frühestens in Obertrum (wenn überhaupt). Vielleicht drückt mir ja jemand da draußen die Daumen.

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