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Ironman Mallorca oder die Nichtigkeit des Seins
Geschrieben von Ralf Preissl

Pre Race Week zum Ironman Mallorca

IM Mallorca

 

Day 9 - Race Day

Nach acht Tagen auf der Insel in denen ich mich eigentlich immer besch... fühlte war das Feeling am Rennmorgen prima. Bis 5Uhr morgens durch geschlafen, dann noch die Sachen hergerichtet und ab zum kleinen Frühstück mit den Leuten. 

Wechselzonencheck - zurück ins Hotel - Neo anziehen (ja trotz 24.4 Grad Wassertemperatur war der Neo erlaut) und ab zum Start.

Der rolling Swimstart auf Malle war nix anders als ein Massenstart durch eine 5m breite Schleuse. Was bedeutet das Gehaue ging schon 5min. vor dem ersten Wasserkontakt in der Schleuse los. Dementsprechend besch... bin ich dann auch geschwommen. Als gefühlt 1000ter ging ich ins Wasser und konnte in der ersten Schwimmrunde (2,4km) keinen echten Schwimmzug machen. Hab mich da nur irgendwie in der Masse über Wasser gehalten und mich durch den Sog der Wasseroberfläche nach vorne ziehen lassen. Nach 58min. kam ich auch so aus dem Wasser. Zwar ein paar Minuten langsamer als geplant aber dafür hab ich echt nix machen müssen.

Das Radfahren verlief dann recht gut. Fuhr erst mal durchs Feld nach vorne bis ich so gegen ende der ersten Runde auf eine Gruppe auffuhr. Hier wurde sehr fair gefahren. Begleitet von 2 Kampfrichtern hielt jeder 7-8m Abstand zum Vordermann ein. 7-8m -- JA, es war hier ja erlaubt, was ich zwar blöd finde aber is halt so auf Malle. Es spart Dir bei 40km/h ca. 20 Watt. Nach 110 flachen Kilometer ging es durchs Tramuntana Gebirge erst mal 400m HM nach oben. Das war dann auch schon der einzige Anstieg des Rennens, oben angekommen waren von der Gruppe vorher nur noch 3 übrig. Leider verlor ich diese in der Abfahrt. Nicht weil ich zu langsam abgefahren bin - nein, das haute hin. Sondern weil die allesamt immer über die Mittelline die komplette Strassenbreite ausnutzten. Dies war lt. Reglemet verboten und eigentlich ein sofortiger Disqualifikationsgrund. So hielt ich mich wie vorgeschrieben an den rechten Fahrbahnrand und kam unten alleine an. Alleine fuhr ich dann auch die letzen 40km bis in die Wechselzone. Fühlte mich bis zum Schluss gut und konnte nach 6:01h auf die Laufstrecke wechseln (58min. Schwimmen - 4min. Wechsel1 - 4:56h Radfahren - 3min. Wechsel2).

S'laufen ging dann wie erwartet. So lala... Nach 10km hatte ich 47:30min, nach 20km 1:35h, also noch einen 4.45er Schnitt. Mein Ziel wäre ja ein 5er Schnitt im Gesamten gewesen oder wenn es ganz gut läuft ein bisschen schneller zu sein um evlt. knapp unter 3.30h den Marathon laufen zu können. Doch dann kamen ein paar Dixi-Häuschen besuche und dahin war es mit der Zeit. An den Verpflegungsstellen brauchte ich auch ab und zu eine Gehpause um genügend  Flüssigkeit aufnehmen zu können. Die reine Laufzeit lag dann auch nur noch bei ca. 5.15min/km was in Summe mit Dixi- und Gehpausen dann einen 3.42er Marathon bedeutete. 13min. langsamer als vielleicht im Vorfeld gehofft. Aber 13min. sind bei einer Langdistanz kein wirkliches Problem.

Von dem her kann ich zufrieden sein im großen und ganzen das gebracht zu haben was ich momentan drauf hab. Rein rechnerisch mit 2-4min. schneller Schwimmen und 2-3min. schneller Radfahren hätte ich evlt 9:30h schaffen können. Hätte - wäre - wenn, 9:44h kam raus.

Fazit:

Mit 9:44h Gesamtzeit kann ich bei meinem ersten Jahr nach der OP ganz zufrieden sein. Wichtiger wär für mich das es jetzt langsam weiterhin aufwärts geht, ich wieder mal normal laufen kann. Momentan schaut es aber noch nicht danach aus.

   

 

Day 8 - Tapering

Klassische Vorgehensweise. Morgens laufen im Renntempo, kurze Ausführung mit nur 3,5km - dann Frühstücken gefolgt von rumliegen so viel es geht. Mittags dann das Bike ein letztes mal ausfahren. Ne knappe Stunde wobei ich es teilweise ziemlich laufen lies. Ging zwar zäh aber das ist immer vor guten Wettkämpfen so. Dann Wettkampfbesprechung am Strand von Alcudia mit den Füssen im Sand. Kurz gesagt: Ich mach halt das was man so macht, fühl mich Schei... und red mir ein das es so sein muss. Spät Nachmittags dann noch das Bike einchecken --> Wechselzone ist riesig!!! Gefühlt einen Kilometer lang. Mein Platz ist ziemlich zentral, sollte kein Problem sein. Eher das lange Barfuss laufen. Vom Wasserausstieg, zur Wechselzone und dann ganz durch bis zum Aufstieg ein ganzer Kilometer. Na, da bin ich mal gespannt.

 

Day 7 - Antapern

Getreu dem Motto "Stillstand ist Rückschritt" werden die Antaperings-Einheiten wieder mal ein bisschen anders verpackt. Gestartet wird mit einer "Ankurbel-Einheit" am Rad .... noch vor Sonnenaufgang ;-) Ging gut, die Mädels und Jungs sind hoch motiviert, die Strassen noch leicht nass vom Regen in der Nacht. Locker fahren wir in den Tag hinein. Dann Kohlehydrathaltiges Frühstück, anschließend Kaffeeplausch mit Fa. Airstreeem :-)

Nachmittags wieder Schlafen - das letzte mal, jetzt aber los, ankurbeln, Kreislauf hochfahren. So kanns ja nicht weiter gehen. Also, Espresso Trinken, und dann ne auf in die nächste Antaper-Einheit des Tages: Open Water Swim auf original Schwimmstrecke - schneller Wechsel + Koppellauf auf original Laufstrecke. 550m Schwimmen und 4,5km Laufen die Distanzen, Pace eigentlich nicht über dem IM Tempo - aber die Jungs ließen es einfach laufen und donnerten das Ding runter. Die Mädels auch :-) Wie Rennpferde die einen Tag vor dem Rennen schon mal auf die Rennbahn gelassen werden. Eigentlich schon anzuschauen - hoff nur es war nicht zu viel für Samstag ...

... Irgendwie hab ich jetzt auch noch Magenprobleme. Jetzt wirds echt Zeit das das Ding beginnt. Abhilfe verschaffe ich mir durch eine Flasche Hochprozentiges ;-) 

 

Day 6 - Ruhetag

Totaler Ruhetag. Zum Frühstück wieder mal keinen Kaffee. Dann Mittags nochmals 1-2 Stunden voll in den Tiefschlaf verfallen. Total müde zieh ich durch das Eventgelände (Gibt es seit heute, Expo und so alles jetzt da). Aber das passt schon, mein Körper soll ja jetzt bewusst runterfahren. Ab morgen wird dann Schritt für Schritt aufgespannt für Samstag.

Ach ja, die Startunterlagen hab ich mir auch schon abgeholt. Nummer 1312 hab ich. Gute Nummer find ich. Später haben wir dann noch Airstreeem auf der Expo besucht. Wollten eigentlich heute gemeinsam zu Abend essen. Aber aufgrund beiderseitiger Müdigkeit verschieben wir das auf morgen ;-)

Ausserdem war am Nachmittag Neo testen im Meer angesetzt. Sollte es Wider erwartend doch mit Neo erlaubt sein (bei akt. 25,5 Grad Wassertemperatur aber unwahrscheinlich) wollen wir gerüstet sein. Ich lies es aber aufgrund meines immer noch kratzigen Hals ausfallen. Neo kann ich eh - ohne aber auch ;-)

 

Day 5 - Sauerstoff

Jedes Jahr ne kleine Variation in der direkten Taperingphase (denn Stillstand bedeutet Rückschritt). Somit steht der Taperingtag heute als Sauerstofftag im Focus. Im Detail: Begonnen wird das ganze mit einem ganz ruhigen Morgenlauf im unteren GA1 Bereich (nüchtern). Das ganze so getimed das wir den Sonnenaufgang an der Strandpromenade bei wolkenlosem Himmel entgegenliefen - genial, so kann der Tag starten :-)

Dann ein mäßiges Frühstück bevor es dann zur 90km Bike Tour ging. Diese auf der Original Ironman Strecke. Der erste, flache Teil also. Ziel ist hier wieder ALLES im unteren GA1 Bereich ABER so viel wie möglich in Aeropos zu fahren. Maximale Sauerstoffaufladung in die Zellen sozusagen. Die Praxisumsetzung war dann ein bisschen anders: Nach wirklich verhaltenen losradeln hab ich mich nach ner halben Stunde von den Jungs verleiten lassen und bin dann doch viel zu schnell durchgedonnert. Hoff das macht jetzt nichts aus für Samstag, aber jetzt ists schon gemacht (Lieber so als nicht in die Gänge kommen).

Nach dem Einkaufen hab ich auf der Strasse einen Glückspfennig (oder Cent heist das ja jetzt) gefunden. Einen Spanischen - gutes Omen !!! 

 

Day 4 - Ruhetag

Heute gibt es keinen Kaffee zum Frühstück. Bischen Radsupport (John seinen Kontainer grossen Koffer durch Alcudia schieben) und dann Mittagsschlaf. Die Erholung hab ich dringend nötig! Nachmittags dann noch etwas Relaxen am Pool, bevor es dann zum Schwimmen geht. 2 x 800m Tempo- bzw. Frequenzwechselprogramm. Das Wasser stank immer noch, aber Gott sei Dank nicht mehr arg so schlimm wie gestern noch. Ein kleiner Jack Daniel's soll also reichen.

 

Day 3 - Rolling

gleich nach dem Frühstück 42km flach rollen, ging einigermaßen gut (hätt nat. auch lockerer von der Hand gehen können, aber is halt so), dann noch 10km Koppelauf. Diesen auf der Original Laufstrecke in 4.15min/km. Ein riesen Ding für mich, musste mich echt schinden. Wollte das aber so, um ne Woche vor dem Rennen noch etwas Stabilität in der Beinachse aufzutanken. Da nach fühl ich ich richtig krank (Kopf!!!). Leg mich erst mal 2h hin.

Abends dann wieder eine "open Water" Session mit der Crew. Bisschen Technik, etwas Frequenz Programm und Landgangsimulation. Ging ganz gut und machte viel Spass. Nur das Wasser stank wie Gülle. Irgendwas läuft da von den Hotels ins Meer. Echt ekelhaft, vielleicht auch weil der Wind heute anders stand. Hab mir dann im Hotel erst mal einen Jack Daniel's genehmigt - der wird der Magen schon herrichten,

 

Day 2 - krank

Fühl mich richtig krank, die Klimaanlage hat mir den Rest gegeben. Die Woche war schon stressig. Die Anreise zu viel für mich. Die Nacht auch nicht geschlafen. Fühl mich elendig. Kann beim Frühstück fast nicht reden (Hals zu heiser). Trotzdem rauf aufs Bike, Augen zu und durch. Man bildet sich ja oft was ein in den Tagen vor einem großem Rennen (red ich mir ein und leg los), Fahr 125km am Rad. Erster Eindruck: Brutal flach die Strecke - und brutal langsam!! Nach dem einzigen Anstieg brauch ich echt ein Cola (Tankstelle am Kloster Luc oben). Der Heimweg zieht sich ewig, obwohl es da auf den letzten 30km eigentlich tendenziell bergab geht. Vielleicht bremst mich ja auch die "Krankheit" etwas, sofern sie eine ist. Oder der Kopf...

2km Koppelauf dann, Augen zu und durch. Einfach drauf. Nur motorisch etwas umstellen. Auf 2km ist ja nix dabei.

Abends dann noch "open Water" Schwimmprogramm mit der ganzen Crew. Überlegte schon überhaupt zu schwimmen (Krank??), ging einfach ins Wasser und ging erstaunlich gut. Salzwasser schwimmt sich bei mir ja immer gut. Also angekommen :-) Na ja, waren auch nur schwache Tausend Meter ;-)

 

Day 1 - Murphy's Law

Die Anreise stand unter dem Zeichen von Murphy's Law: Obwohl die Anreise zum Flughafen noch gut lief kam dann eines nach dem anderen: Parkplatz am Flughafen voll, kein Ausweichparkplatz vorhanden, Irgendwo hingestellt - kein Shuttle da, Radschachtel fällt auseinander (Rad ja in Pappkarton verpackt), per Anhalter nimmt mich keiner mit (schau wahrscheinlich mit der Pappschachtel aus wie ein Auswanderer. Also Ihr Deutsche: Bitte etwas mehr Verständnis bei diesem Thema, kann jeden Treffen!!!), schleppe mich bis zur S-Bahn Haltestelle - fahre verkehrte Richtung, fast, grad noch gemerkt, in der S-Bahn Station passe ich nicht durch die Drehtüren (Lastenaufzug heute defekt!), alles einzeln durch die Türe packen (ein freundlicher, älterer Herr hilft mir dabei - danke an den Unbekannten), völlig durchgeschwitzt vom tragen der kaputten Schachtel komm ich oben an, Flug hat fast 2h Verspätung, Klimaanlage im Flieger macht mich krank (und bin ich dann auch die nächsten beiden Tage), komme kaputt, verspätet, krank und völlig am ende irgendwann am Abend an. ABER: Eigentlich ist ja nichts passiert, hätte mich nur an Murphy's Law halten müssen ;-)

Abends dann noch 4km locker laufen im ich glaube 7er Schnitt oder so (trotzdem Schinderei....), nat. Abends nicht schlafen können, riesen Gaudi im Hotel. 

 

Day 0 - Aus und vorbei

Aus und vorbei! Ich kann mich selber schon nicht mehr hören. Hab das ewige Gejammer so dermaßen satt. Fuß/Ferse hin oder her. Das hab ich jetzt schon mehrere Jahre. Und es wird sich auch nichts mehr großartiges daran ändern. Jeder hat seine Last zu tragen, ich diese. Das gehört zu mir und so muss ich halt das beste daraus machen. Die Laufzeiten sind halt etwas langsamer, die Schinderei grösser. Aber man gewöhnt sich an alles. Deshalb: Nieder mit den Ausreden, auf nach Malle - ich stelle mich dem Schmerz!

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